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Flucht und Asyl

Die steigende Zahl von Asylsuchenden aus Kriegs- und Krisenregionen stellen Bund, Land und Kommunen vor neue Herausforderungen. Für uns besteht die humanitäre Verpflichtung, Flüchtlinge gut und sicher unterzubringen. Das stellt alle Beteiligten vor große Herausforderung, in kurzer Zeit zusätzliche Unterkünfte bereit zu stellen.

Und schließlich gilt es, die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen und ein gutes Miteinander zu gewährleisten. Die öffentliche Debatte ist von Unsicherheiten geprägt. Immer wieder versuchen Gruppen, die Ängste der Bürger mit vielfach falschen Behauptungen zu schüren. Deshalb möchten wir an dieser Stelle aktuelle Informationen und Fakten für Sie bereitstellen.

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Häufig gestellte Fragen

Weitere Informationen finden Sie außerdem auf den Seiten der Ausländerbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg.

Wie erfolgt die Aufnahme der Flüchtlinge?

Das Landesamt für Migration u. Flüchtlingsangelegenheiten ist zuständig für die Erstaufnahme der Asylbewerber und Flüchtlinge im Land. Alle Flüchtlinge werden nach ihrer Ankunft in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht. Dort erfolgt auch die Registrierung.

Danach werden die Flüchtlinge einem Landkreis oder kreisfreien Stadt zugewiesen. Die dortigen Sozialämter sorgen für die Unterbringung in einem Flüchtlingswohnheim bzw. einer anderen dezentralen Unterkunft sowie für die Gewährung aller anderen Leistungen.

Aufgrund der schnell steigenden Anzahl der Flüchtlinge sind die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes derzeit belegt. Deshalb wurden im Landkreis vier Notaufnahmeeinrichtungen für das Land geschaffen (Stand: 24.09.2015).

Was sind die Unterschiede zwischen Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten?

Umgangssprachlich sprechen wir bei den meisten Menschen, die aus Not nach Deutschland kommen, von Flüchtlingen. Juristisch ist der Begriff enger gefasst. Demnach wird nur derjenige als Flüchtling in Deutschland definiert, der unter die Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention fällt. Kontingentflüchtlinge sind Flüchtlinge aus Krisenregionen, die im Rahmen internationaler humanitärer Hilfsaktionen aufgenommen werden. Artikel 23 des Aufenthaltsgesetzes sieht vor, dass für bestimmte Ausländergruppen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird.

Ein Migrant ist, wer innerhalb eines Landes oder über Staatsgrenzen hinweg an einen anderen Ort zieht. Genau genommen sind also auch Flüchtlinge Migranten. Meist ist jedoch von Migration die Rede, wenn jemand sein Heimatland freiwillig verlässt, um seine Lebensbedingungen zu verbessern.

Asylsuchende oder Asylbewerber/innen werden Menschen genannt, die sich im Asylverfahren befinden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bearbeitet ihre Anträge individuell. Die Asylbewerber müssen schildern, wie und warum sie verfolgt werden. Das Amt beurteilt, ob ein Bewerber asylberechtigt ist, ob er den Flüchtlingsstatus erhält oder ob ihm beides verweigert wird.

Seit Januar 2015 ist die sogenannte Residenzpflicht für Asylbewerber abgeschafft. Asylbewerber dürfen sich in der Regel nach Ablauf von drei Monaten frei in Deutschland bewegen.

weitere Informationen

(Quelle: tagesschau.de)

Wer darf in Deutschland bleiben?

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