Aktuelle Meldungen

Aufhebung der Aufstallungspflicht in NWM

Aktuelle Bewertung der Geflügelpestsituation

13.04.2017

Gestern am 12.04.17  fand im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt eine Beratung zur Bewertung der aktuellen Geflügelpestsituation statt. Es wird einvernehmlich als vertretbar angesehen, die bislang noch bestehenden Risikogebiete landesweit aufzuheben.

Somit ist ab heute die Auslaufhaltung im gesamten Landkreis wieder möglich. Diese Regelung gilt auch für die gewerblichen Geflügelhalter.

Trotz der Lockerung kann von einer generellen Entwarnung aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesprochen werden. Das Geflügelpestvirus ist aus der Wildvogelpopulation noch nicht vollständig verschwunden, das zeigen vereinzelte Nachweise bei Wildvögeln in anderen Bundesländern auch im angrenzenden Schleswig Holstein.

Daher hat für alle Geflügelhalter die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen die überragende Bedeutung. Dabei geht es darum, den direkten Kontakt zu Wildvögeln- insbesondere Wasservögel und Vogelarten, die sich auch von Aas ernähren, Singvögel und Tauben zählen nicht dazu- aber vor allem auch den indirekten Kontakt mit kontaminierten Materialien zum Hausgeflügel sicher zu vermeiden. Daher gilt:

  • Schützen Sie ihr Geflügel vor dem direktem Kontakt mit Wildvögeln. Grundstücksteiche und Bäche sind sicher aus zu zäunen. Sollte das nicht möglich sein, muss das Geflügel im Stall bzw. Voliere bleiben.
  • Bei der Verwendung von im Freien befindlichen Wasserbecken für die Enten- und Gänsehaltung, sind diese ausreichend gegen Wildvögel abzuschirmen, z.B. durch Netze oder durch die Standortwahl.
  • Füttern sie ihre Tiere nicht im Freiem, sondern im Stall bzw. an Stellen die für Wildvögel nicht zugänglich sind. Dadurch soll das Anlocken von Wildvögeln verhindert werden.
  • Tränken Sie ihr Geflügel nicht mit Oberflächenwasser, verwenden Sie Leitungswasser. Es sollte kein Regenwasser von großen Dachflächen aufgefangen und für die Geflügelhaltung verwendet werden, insbesondere an den Orten, wo sich vermehrt Wildvogelarten aufhalten.
  • Trennen Sie strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung, insbesondere das Schuhzeug.
    Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, für Wildvögel unzugänglich auf.
  • Sichern Sie den Stallbereich gegen unbefugten Zutritt, Hunde und Katzen sind von den Ställen fern zu halten.
  • Lassen Sie plötzliche erhöhte Tierverluste durch einen Tierarzt abklären bzw. informieren sie das Veterinäramt.

Der Landkreis trifft mit der Tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügung Nr. 18 zur Bekämpfung der Geflügelpest die entsprechenden Festlegungen.

 

 

© Wiebke Reichenbach E-Mail