Benutzung oberirdischer Gewässer

Oberirdische Gewässer sind das ständig oder zeitweilig in Betten fließende oder stehende oder aus Quellen wild abfließende Wasser.
Wasser eines fließenden oberirdischen Gewässers ist im Gegensatz zum stehenden oberirdischen Gewässer nicht eigentumsfähig.
Das Grundeigentum berechtigt nicht zu einer Gewässerbenutzung, die einer behördlichen Erlaubnis bedarf.

Folgende Gewässerbenutzungen bedürfen einer wasserrechtlichen Erlaubnis gemäß § 9 WHG, sofern Sie nicht dem Gemeingebrauch unterliegen. Die Benutzung ist ein zweckgerichtetes Verhalten, dass unmittelbar auf ein Gewässer einwirkt.

  1. Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern
    Das Entnehmen von Wasser erfolgt durch Pump- oder Schöpfvorrichtungen.
    Das Ableiten erfolgt mit der eigenen Kraft des Wassers durch Gräben, Kanäle, Rohre aber auch durch Sickergräben.
    Zur Beantragung der Entnahme von Wasser benutzen Sie bitte unten stehendes Formular.
    Die Entnahme geringer Wassermengen z.B. mit einem Schöpfgerät ist im Sinne des Gemeingebrauchs erlaubnisfrei (§ 25 WHG i.V. mit § 21 LWaG).
  2. Entnehmen fester Stoffe aus oberirdischen Gewässern (soweit sich letzteres auf die Gewässereigenschaft auswirkt)
    Das Entnehmen fester Stoffe aus dem Gewässerbett oder dem Ufer geschieht durch das Heben und Herausnehmen zum Beispiel durch Bagger oder Pumpen.
    Feste Stoffe sind typischerweise Erde, Kies, Sand , Steine, Ton, Torf, Humus, aber auch Eis.
    Maßnahmen der Gewässerunterhaltung ( Entfernen von Geschiebe und das Beseitigen von Pflanzenwuchs ) ist keine Gewässerbenutzung.
    Unterlagen zur Antragstellung sind mit der unteren Wasserbehörde zu besprechen.
  3. Aufstauen und Absenken von oberirdischen Gewässern
    Aufstauen ist das Anheben des Wasserspiegels, etwa durch Stauanlagen. Auf den Zweck, die Größe oder die Zeitdauer der Veränderung und die Art der Anlage kommt es nicht an.
    Beim Absenken wird der Wasserstand im Gewässer verringert. Das ergibt sich aus dem vorhergehenden Aufstauen, dem Verbreiten des Gewässerbettes oder dem Vertiefen der Sohle. Eine Absenkung kann jedoch auch durch das Entnehmen und Ableiten von Wasser verursacht werden.
    Unterlagen zur Antragstellung sind mit der unteren Wasserbehörde zu besprechen.
  4. Einbringen und Einleiten von Stoffen in Gewässer
    Einbringen betrifft nur feste Stoffe. Flüssige, schlammige und gasförmige Stoffe werden dagegen „zugeführt“ und unterliegen anderen Regelungen.
    Das Beseitigen von Abfall ist nicht erlaubnisfähig. Das Beseitigen gefährlicher Abfälle ist sogar strafbar.
    Nur solche Stoffe sollen umfasst sein, die sich im Wasser auflösen und fortgeschwemmt werden oder die auf dem Gewässerbette unbefestigt aufliegen.
    Einleiten umfasst flüssige und gasförmige Stoffe. Die Einleitung muss nicht durch eine Leitung (Rohr, Rinne, Graben oder Kanal) erfolgen, sondern ist auch durch Versickern oder Verrieseln möglich.
    Im Weiteren wird hierzu auf die Themen Niederschlagswasser, Abwasserentsorgung und Kleinkläranlagen verwiesen.
  5. Das Aufstauen, Absenken und Umleiten von Grundwasser durch Anlagen, die hierfür bestimmt oder geeignet sind
    Unterlagen zur Antragstellung sind mit der unteren Wasserbehörde zu besprechen.
  6. Maßnahmen, die geeignet sind, dauernd oder in einem nicht nur unerheblichen Ausmaß nachteilige Veränderungen der Wasserbeschaffenheit herbeizuführen.
    Unterlagen zur Antragstellung sind mit der unteren Wasserbehörde zu besprechen.
Symbol Beschreibung Größe
Antrag auf Entnahme von Wasser aus einem Gewässer einschließlich des Grundwassers
(c) LKNWM Kniest
22 KB
Formular Einleitung von Niederschlagswasser in ein Gewässer bzw. Grundwasser
(c) LKNWM Kniest
37 KB
Antrag auf Einleitung von Abwasser aus einer Kleinkläranlage
(c) Landkreis Nordwestmecklenburg
27 KB
Antrag auf Einleitung von Abwasser nach Abwasserverordnung
(c) Landkreis Nordwestmecklenburg
47 KB

ANSPRECHPARTNER
Mitarbeiter
Herr Behrendt
SB Gewässeraufsicht, Kleinkläranlagen, Niederschlagswasser
Mitarbeiter
Frau Gottschalk
SB Abwasserabgaben, wassergefährdende Stoffe
Mitarbeiter
Frau Hüls
SB Grundwasser
Mitarbeiter
Frau Kniest
Sachgebietsleiterin Wasserbehörde
Mitarbeiter
Frau Pfeil
SB Grundwasser
Mitarbeiter
Herr Schawe
SB Gewässeraufsicht, Kleinkläranlagen, Niederschlagswasser
Mitarbeiter
Frau Tietze
SB Abwasserabgaben, wassergefährdende Stoffe
Mitarbeiter
Frau Waldraff
SB Gewässeraufsicht
Mitarbeiter
Herr Wiecha
SB Gewässeraufsicht, Kleinkläranlagen, Niederschlagswasser
Landkreis Nordwestmecklenburg Hausanschrift
Landkreis Nordwestmecklenburg Postanschrift

Allgemeine Sprechzeiten