Bestattungskosten

Bestattungskosten können übernommen werden nach § 74 SGB XII, soweit den Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen. Nur dieser Verpflichtete hat bei Vorliegen der Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen. Der Fachdienst Soziales stellt fest, ob die Antragsvoraussetzungen vorliegen und prüft dann nach § 87 Abs. 1 SGB XII, ob und in welcher Höhe Bestattungskosten gewährt werden können.

Einzureichende Unterlagen:

Verpflichtete Angehörige des Verstorbenen gem.
Bestattungsgesetz M-V:

  • der vertragl. oder erbrechtlich Verpflichtete
  • der Vater beim Tod der Mutter eines nichtehelichen Kindes infolge der Schwangerschaft oder Entbindung
  • der Unterhaltspflichtige
  • der in Erfüllung einer öffentl.-rechtl. Bestattungspflicht einen Bestattungsauftrag erteilt hat
  • Ehegatte
  • Kinder
  • Eltern
  • Geschwister
  • Großeltern
  • Enkel
  • Partner einer auf Dauer angelegten nichtehelichen Lebensgemeinschaft

 

Angaben über den Verstorbenen:

  • Sterbeurkunde
  • Lebensversicherung/Sterbeversicherung
  • ggf. Scheidungsurteil bzw. Urteil zum Unterhalt
  • ggf. Nachweis über dauerhaftes Getrenntleben u. Trennungsunterhalt
  • Kontoauszüge der letzten 3 Monate
  • Sparbücher/Fondsanlagen ff.
  • Testament

 

Antragsteller:

  • Personalausweise bzw. Pässe
  • ggf. Bestallungsurkunde als Vormund
  • Angaben über weitere verpflichtete Personen (siehe Punkt A.)

 

Wohnangaben:

  • Meldebescheinigung aller im Haushalt lebenden Angehörigen
  • Vermieterbescheinigung
  • Hauseigentum: Grundbuch/Kredite/Grundsteuer/Betriebskosten/Versicherungen/
  • Mieteinnahmen

 

Einkommen (auch vom Ehegatten/Lebenspartner) bei Arbeitnehmern:

  • Kopie der letzten 3 Lohn-/oder Gehaltsbescheinigungen
  • Nachweis über Einkommen aus Nebentätigkeit
  • Krankengeld von der Krankenkasse/Krankentagegeld aus priv. Krankenversicherung

 

Einkommen bei Rentnern:

  • Rentenbescheide aller Art (auch mit den letzten Änderungsbescheiden)
  • Altersrente/Witwenrente/Waisenrente/Unfallrente/Betriebsrente/Erwerbsminderungsrente/Pensionen

 

Einkommen bei Selbständigen:

  • Gewerbeanmeldung/-abmeldung
  • Einkommenssteuerbescheid
  • Einkommenssteuererklärung
  • Steuervorauszahlungsbescheid
  • Gewinn- und Verlustrechnung/betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
  • Nachweis über Kranken-, Pflege-, Renten- u. Lebensversicherung (Police und Kontoauszug)

 

Einkommen bei vorübergehend nicht Erwerbstätigen:

  • Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse
  • Zuschuss zum Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber
  • Elterngeldbescheid

 

bei Arbeitslosen:

  • ALG I-Bescheid
  • ALG II Bescheid
  • Bescheid über Unterhaltsgeld
  • Bescheid über Eingliederungshilfe
  • Bescheid über Überbrückungsgeld
  • Bescheid über Föderzuschüsse

- auch Ablehnungsbescheide -

 

Unterhalt:

  • Kontoauszüge/Quittungen der letzten 3 Monate über die empfangene oder geleistete
  • Unterhaltszahlung bzw. Bescheid über den Unterhaltsvorschuss
  • Verpflichtungserklärung, Gerichtsbeschluss, Vaterschaftsanerkennung, Sorgerechtsurkunde

 

Geschiedene/dauerhaft Getrenntlebende:

  • Scheidungsurteil bzw. Urteil zur Unterhaltsverpflichtung
  • Nachweis über das Getrenntleben (anwaltliche Bestätigung)

 

 Sonstige:

  • Aktueller Wohngeldbescheid
  • Kindergeldbescheid (nur von den volljährigen Kindern des/der Verstorbenen

- auch Ablehnungsbescheide/Einstellungsbescheide –


Zur Einsichtnahme sind vorzulegen:

  • Sparbuch bzw. Sparbücher
  • Kontoauszüge der letzten 3 Monate
  • Eidesstattliche Erklärung zur Erbausschlagung aller Erben
  • Vollständiger Leistungsbescheid des Ordnungsamtes

 

Die Bearbeitungszeit kann bis zu 6 Monate dauern, im Einzelfall auch länger.

Anträge werden bei persönlicher Vorstellung ausgegeben, als auch per Post verschickt.

ANSPRECHPARTNER
Mitarbeiter
Frau Kumbernuss
Sachbearbeiterin Grundsicherung/ Hilfe zum Lebensunterhalt
Mitarbeiter
Frau Neichel
Sachbearbeiterin Bestattungskosten/ Landesblindengeld

Allgemeine Sprechzeiten

Standort Wismar
LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG POSTANSCHRIFT