Touristische Ziele in der Gemeinde Dorf Mecklenburg

  • Kreisagrarmuseum

    Dorf Mecklenburg - Sehenswürdigkeiten
    Blick auf die Außenausstellung des Kreisagrarmuseums in Dorf Mecklenburg [(c): Falko Hohensee]
    Blick auf die Außenausstellung des Kreisagrarmuseums in Dorf Mecklenburg [(c): Falko Hohensee]

    Im Oktober 1978 wurde auf Initiative des Direktors des damaligen Volkseigenen Gutes Groß Stieten, Erich Tack, diese als Neubau errichtete Museumsanlage der Öffentlichkeit übergeben. Zusammen mit einer noch heute erhaltenen Denkmalanlage zur Bodenreform dokumentierte die Einrichtung unter der Bezeichnung „Traditionsstätte der Sozialistischen Landwirtschaft“ in der Dauerausstellung die Agrarpolitik der DDR aus der damals vorherrschenden Sicht. Viel wichtiger jedoch war der Beginn einer Sammlung zu vielen Erlebnisbereichen als Grundstock des heutigen Museumsfundus, der teilweise einmalige Objekte umfasst.

    Die 2011 komplett neu gestaltete Dauerausstellung greift die jüngere Historie der ländlichen Entwicklung auf – einmalig in Mecklenburg-Vorpommern.
    In einem umgesetzten Fachwerkhaus verweist eine Ausstellung auf die interessante Geschichte des hier vorbei fließenden „Wallensteingrabens“ hin.
    Im Freigelände findet ein Teil der umfangreichen Agrartechniksammlung Platz. Auf dem Besucherparkplatz an der Bundesstraße 106 ist eine Denkmalanlage aus DDR-Zeiten integriert, die inzwischen selbst unter Denkmalschutz steht.

    Das Museum bietet seinen Besuchern zusätzlich saisonale Veranstaltungen an, wie dem Schlachtefest im Februar, dem Garten- und Töpfermarkt am Muttertag, einem Oldtimertreffen Anfang September und dem Vor-Adventsmarkt im November. Kleinkunstveranstaltungen, Wechselausstellungen und museumspädago-gische Angebote runden das Spektrum der Museumsnutzung ab.

    Kontakt
    Museum des Landkreises Nordwestmecklenburg
    Schweriner Straße 83
    23972 Dorf Mecklenburg

    Tel.: 03841-790020 oder 03841-796510

    http://www.kreisagrarmuseum.de/

  • Die Pfarrscheune

    Dorf Mecklenburg - Sehenswürdigkeiten
    Die Pfarrscheune der Gemeinde Dorf Mecklenburg [(c): Falko Hohensee]
    Die Pfarrscheune der Gemeinde Dorf Mecklenburg [(c): Falko Hohensee]

    Die Pfarrscheune ist das älteste noch vorhandene profane Gebäude des Ortes. Sie wurde 1701/02 errichtet und hatte ursprünglich einen fast quadratischen Grundriss. Die dem Dorf zugewandte Giebelseite zeigt das Balkenwerk eines früheren Bauernhauses. Ein Ständer mit der Jahreszahl 1592 deutet darauf hin, dass beim Bau teilweise älteres Baumaterial verwendet wurde. Im Jahr 1792 wurde die Scheune um die nördliche Abseite erweitert. In der dritten und letzten Bauphase wurde sie zwischen den Jahren 1837 und 1848 in Richtung Westen um drei Gebinde erweitert.

    Besonders die Grundschwellen und die Rohrdachdeckung bereiteten große Probleme, sodass immer wieder Reparaturen nötig waren. Derzeit bemühen sich Kirchengemeinde und Kommune gemeinsam um den Umbau der Scheune zu einem "Kontaktpunkt" im Dorf – einem Ort der Begegnung und Kultur. Dadurch könnte die Pfarrscheune einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden und kommenden Generationen als Zeugnis der Landwirtschaftsgeschichte Mecklenburgs erhalten bleiben.

  • Die Mühle

    Dorf Mecklenburg - Sehenswürdigkeiten
    Mecklenburger Mühle [(c): Gemeinde Dorf Mecklenburg]
    Mecklenburger Mühle [(c): Gemeinde Dorf Mecklenburg]

    Bereits vor 1840 beabsichtigte das Amt Wismar, in Dorf Mecklenburg eine Windmühle zu errichten. Dafür ließ das Amt Land von der Guts- und Dorffeldmark abtrennen und legte als Standort den "Rugenberg" fest. Der Plan wurde jedoch erst verwirklicht, als 1849 ein Feuer Teile der Wassermühle am Gutshof in Dorf Mecklenburg vernichtete. Im Sommer 1850 wurde der Mahlbetrieb in der neuen Mühle aufgenommen.

    Anfang Februar 1866 brannte die nur wenige Jahre bestehende Büdnerei nach einem Blitzeinschlag nieder. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Bau eines neuen Wohnhauses begonnen, an welchem 1868 noch eine Bäckerei angebaut wurde. Es wurden täglich 3 t Getreide gemahlen und 16 Dörfer aus der Umgebung mit Brot beliefert.

    1923 wurde der Mahlgang in der Mühle elektrifiziert. Obwohl die Mühle sich noch in einem guten Zustand befand, wurde der Mühlbetrieb 1960 eingestellt. Im Februar 1969 erwarb das VEG (Z) Tierzucht Groß Stieten die Mühle. Im Oktober 1969 wurde die Mühle, fast auf den Tag 120 Jahre alt, nunmehr als Gaststätte "Mecklenburger Mühle" wiedereröffnet.

     

    Kontakt
    Hotel & Restaurant Mecklenburger Mühle
    An der Mühle 3
    23972 Dorf Mecklenburg

    Tel.: 03841/3980

    www.hotel-mecklenburger-muehle.m-vp.de

  • Die Kirche

    Dorf Mecklenburg - Sehenswürdigkeiten
    Die Kirche von Dorf Mecklenburg [(c): Ev.-Luth. Kirchengemeinde Dorf Mecklenburg (Fotograf: Michael Voss)]
    Die Kirche von Dorf Mecklenburg [(c): Ev.-Luth. Kirchengemeinde Dorf Mecklenburg (Fotograf: Michael Voss)]

    Die Kirche der Gemeinde Dorf Mecklenburg ist ein schlichter norddeutscher Backsteinbau aus der Mitte des 14. Jahrhundert. Das Dach des Turmes trägt einen sogenannten romanischen Rautenhelm, der sehr selten unter den mittelalterlichen Kirchen in Mecklenburg zu finden ist.

    Besonders erwähnenswert ist die geschlossene Inneneinrichtung aus den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts. Sie ist eine Stiftung des Landesherren und von Mitgliedern des Schweriner Hofes. Der Altar kann als erster protestantischer Altar Mecklenburgs bezeichnet werden. Dargestellt sind ausschließlich biblische Szenen und Figuren.

    Kontakt
    Kirchengemeinde Dorf Mecklenburg
    Pastorin Antje Exner
    Bahnhofstraße 39
    23972 Dorf Mecklenburg

    Tel.: 03841/795917
    E-Mail: dorf-mecklenburg@elkm.de

  • Die Burg

    Dorf Mecklenburg - Sehenswürdigkeiten

    Die Mecklenburg, die ehemalige Burg der Gemeinde, ist Namensgeber für die gesamte Landschaft Mecklenburg und für das Land Mecklenburg-Vorpommern.

    Die Burganlage der slawischen Obotriten wurde bereits 965 in einem Bericht des arabischen Händlers Ibrahim bin Jacub als Nakons Burg bezeichnet. Wie bei einer Ausgrabung von 1967 bis 1969 festgestellt wurde, ist sie in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts entstanden.

    Aus der Bezeichnung Mikelenburg wurde im Laufe der Zeit Mecklenburg. König Otto III. erwähnte am 10. September 995 erstmals urkundlich die Mecklenburg. Sie wurde allerdings 1256 nach mehreren Zerstörungen wieder abgerissen, das Material wurde für den Bau des Schlosses Fürstenhof in der damals aufblühenden Stadt Wismar am südlichsten Punkt der Ostsee verwendet.

    Nachdem die Burg 1277 für die Schweriner Fürsten noch einmal aufgebaut wurde, wurde sie 45 Jahre später erneut und endgültig zerstört. Aus der Siedlung der Vorburg entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts das Dorf Mecklenburg.

    Die jetzige Straße „Am Burgwall“ führt zu dem heute noch sichtbaren Ringwall, der seit den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts als Friedhof genutzt wird.