Gewässerbeschaffenheit

Die stehenden und fließenden Gewässer unterliegen einem ständigen Nährstoffeintrag aus dem Einzugsgebiet.
Unter natürlichen Bedingungen und in Abhängigkeit von der Jahreszeit laufen diese Vorgänge zum Beispiel im Winter bei niedrigen Wassertemperaturen relativ langsam ab.
Durch hohe Niederschläge können erhebliche Stoffeinträge (z.B. Nitrate und Phosphor) in die Gewässer erfolgen.
Bei lang anhaltender Eisbedeckung besteht in den eutrophen und in nicht durchflossenen flachen Seen die Gefahr der Ausstickung. Durch die Eisdecke kann kein Sauerstoff aus der Luft in das Gewässer gelangen und bei Verdunkelung durch eine Schneedecke wird auch von den Algen photosynthetisch kein Sauerstoff produziert. In Extremfällen kann es durch Sauerstoffmangel zu Fischsterben kommen.
Nach dem Abtauen der Eisdecke, der Frühjahrsvollzirkulation und dem damit verbundenen Sauerstoffeintrag kommt es zu einer Verbesserung der Sauerstoffsituation, die Bioaktivität nimmt zu.
Bei hoher Luft und Wassertemperatur und hoher Strahlungsintensität verlaufen die biologischen Prozesse sehr intensiv. Starkes Algenwachstum führt zur Algenblüte.
Tiefere Seen bilden eine thermische Schichtung (Sommerstagnation) und im ungünstigsten Fall tritt unterhalb der Sprungschicht (4°C) im Hypolimnion durch völligen Sauerstoffschwund  Schwefelwasserstoff und die Phosphorrücklösung aus dem Sediment auf.
In kritischen Situationen (z.B. Gewitter mit plötzlicher Umwälzung des Epilimnions) kann auch hier Fischsterben auftreten.

Zusätzliche unzulässige Einträge wie:

  • unzureichend gereinigtes Abwasser
  • wassergefährdende Stoffe (z.B. Öl, Diesel, Gifte)
  • Gülle, Jauche, Silosickersaft

können zu einer Gewässerverunreinigung und zu einem Fischsterben führen.