Hilfe zur Pflege in Einrichtungen/ Pflegewohngeld

Die Verwaltungsdienstleistung wird dem Bürger ungeachtet der Zuständigkeitsbereiche an beiden Standorten angeboten.

Sofern der Landkreis für Fälle außerhalb des Kreisgebiets zuständig ist, werden diese am Standort Wismar entsprechend der Buchstabenaufteilung bearbeitet.

Wer übernimmt die durch die Leistungen der Pflegekasse nicht gedeckten Restkosten?
Grundsätzlich muss der/die Pflegebedürftige den Eigenanteil (Restkosten), der durch die Leistungen der Pflegeversicherung nicht gedeckt ist, selber tragen. Dies gilt auch für nichtversicherte Personen und für Personen, die nicht pflegebedürftig im Sinne des Pflege-Versicherungsgesetzes sind (sog. Pflegestufe 0). Reichen die Leistungen der Pflegekassen sowie das eigene Einkommen und Vermögen nicht aus, um die Kosten eines Aufenthaltes in einem Pflegeheim zu bezahlen, kommt die Gewährung von Pflegewohngeld und/oder Sozialhilfe in Betracht.
Das Sozialamt kann die Restkosten übernehmen, wenn

  • Pflegebedürftigkeit im Sinne des SGB XII vorliegt (das ist z.B. immer der Fall, wenn Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflege-Versicherungsgesetzes vorliegt),
  • alle möglichen Leistungen Dritter (z.B. Pflegekassen, Pflegewohngeld, vertraglich Verpflichtete) in Anspruch genommen worden sind,
  • die sonstigen Voraussetzungen für eine Übernahme vorliegen (z.B. Einkommen, Vermögen).

Folgende Unterlagen werden bei der Antragstellung benötigt:

  • Personalausweis
  • Betreuungsurkunde, falls Betreuer vom Amtsgericht bestellt ist / ansonsten ggf. Vollmacht
  • Bescheid der Pflegekasse
  • Einkommensnachweise (z.B. Rentenbescheide, Bescheide über Werks-, Firmen- und Betriebsrenten, Bescheid über Arbeitslosengeld oder -hilfe, Gehaltsnachweise etc.; ggf. auch Einkommensnachweise des Ehegatten)
  • Auszüge des/der Girokontos/Girokonten aus den letzten 6 Monaten
  • Nachweise über Vermögen (z.B. Sparbücher, Wertpapiere, Bausparverträge, Policen von Lebens- und Sterbegeldversicherungen, KFZ-Scheine, Grundbuchauszüge, Einheitswertbescheide etc.)
  • Nachweise über verkauftes, übertragenes oder verschenktes Vermögen (z.B. Kaufverträge, Übergabeverträge, Altenteilsverträge, Schenkungsverträge) innerhalb der letzten 10 Jahre

Bei verheirateten Heimbewohnerinnen und -bewohnern, wenn der Ehegatte noch zu Hause wohnt, ferner:

  • Nachweise zu Kosten der Unterkunft (z.B. Mietvertrag, Wohngeld-bescheid; bei Hauseigentum: Nachweise über Belastungen, öffentliche Abgaben, Gebäudeversicherung etc.)
  • Nachweise über vom Einkommen absetzbare Versicherungsbeiträge (z.B. Privat-Haftpflichtversicherung, Hausratversicherung)

Müssen sich Verwandte an den Kosten beteiligen?
Unterhaltspflichtige ersten Grades, das sind meistens die Kinder der Pflegebedürftigen, werden durch das Sozialamt im Einzelfall nach ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen herangezogen.

Welche Leistungen werden außerdem gewährt?
Um für alle Pflegebedürftigen die Finanzbelastung wegen Investivkosten sozial verträglich zu gestalten, wurde ab dem 1. Januar 2004 in Mecklenburg-Vorpommern die Zahlung eines einkommensabhängigen, aber vermögensunabhängigen Pflegewohngeldes eingeführt. Hierbei hat der Pflegebedürftige bis zu einem Beitrag von 100 Euro diese Kosten auf jeden Fall selbst zu tragen. Von dem verbleibenden Rest können 50 Prozent, maximal jedoch 200 Euro, als Pflegewohngeld ausgereicht werden.
Es wird nur für die Dauer des tatsächlichen Leistungsbezuges nach § 43 des Elften Buches Sozialgesetzbuch gewährt, d. h. wer die Pflegestufe I bis III von der Pflegekasse zuerkannt bekommen hat.
Soweit ein Anspruch auf Sozialhilfe in Form der Übernahme der Restkosten (Eigenanteil) besteht, wird dieser durch das Pflegewohngeld gemindert.

Beginnend mit dem Monat Januar 2013 wird das Pflegewohngeld nur noch den Pflegebedürftigen gewährt, die spätestens bis zum 31. Dezember 2012 die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt und den entsprechenden Antrag eingereicht haben.

Im Fachdienst Soziales müssen Sie für gewöhnlich persönlich vorsprechen. Sie werden immer Einkommens- und Vermögensnachweise sowie Unterlagen aus Ihrem persönlichen Umfeld im Original vorlegen.

Wartezeit
Ihre Wartezeit beträgt im Fachdienst Soziales etwa 30 Minuten.

Bearbeitungszeit
Ihre Anträge bearbeiten wir in bis zu 6 - 8 Wochen.

ANSPRECHPARTNER
Mitarbeiter
Frau Brunokowski
Sachbearbeiterin Landesblindengeld/ Pflegewohngeld
Mitarbeiter
Frau Gennermann
Sachbearbeiterin Pflegeheime
Mitarbeiter
Herr Mews
Sachbearbeiter Pflegeheime, Kriegsopferfürsorge
Mitarbeiter
Frau Rieckhoff
Sachbearbeiterin Hilfe zur Pflege
Standort Wismar
Standort Grevesmühlen

Allgemeine Sprechzeiten

LANDKREIS NORDWESTMECKLENBURG POSTANSCHRIFT