C. II.3.2.2.b.bb) - Risikominimierung

Dauerhaft leistungsfähige Kommunen haben die Möglichkeit, die anhand der oben genannten Kriterien ermittelten Risiken durch entsprechende Rücklagen in ihrem Haushalt abzudecken. Die Unternehmung kann krisenfest ausgestattet werden, indem der voraussichtliche Kapitalbedarf so berechnet wird, dass auch ungünstige Geschäftsentwicklungen abgedeckt sind.

Darüber hinaus bietet die Ausgestaltung des konkreten Vorhabens („Wie“) Risikominimierungspotentiale. So unterscheiden sich die unterschiedlichen in Frage kommenden Organisationsformen hinsichtlich ihrer individuellen Haftungsrisiken. Erscheint das Risiko einer bestimmten Organisationsform für den kommunalen Haushalt zu groß, muss gegebenenfalls eine risikoärmere Organisationsform gewählt werden (zu den einzelnen Organisationsformen C.III.3.1 sowie C.III.3.3). Auch die konkrete Ausgestaltung von Gesellschaftsvertrag oder Satzung kann Risiken minimieren.

In diesem Zusammenhang kann auch erwogen werden, das Risiko auf mehrere Schultern zu verteilen. Insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit führt zu einem deutlich verringerten Risiko für den kommunalen Haushalt(184) (näheres hierzu unter C.III.4.2).

184. RS M-V Erneuerbare Energien, S. 2.