C. III. - Zweite Entscheidung: Die Frage nach dem Wie der wirtschaftlichen Betätigung der Gemeinde

Hat sich die Gemeinde entschlossen, wirtschaftlich tätig zu werden, stellt sich die Frage, wie sie ihr Engagement realisieren will. Dabei muss die Gemeinde nicht nur die Anforderungen, die das Kommunalrecht an eine wirtschaftliche Betätigung stellt (dazu im Folgenden 2), sondern auch die gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen für die privatrechtlichen Organisationsformen beachten. Diese spielen insbesondere dann eine Rolle, wenn sie ein Unternehmen selbst gründet oder führt. Diese Möglichkeit stellt – systematisiert man die kommunalen wirtschaftlichen Tätigkeiten nach Umfang und Reichweite – das weitgehendste, erste Szenario kommunaler Wirtschaftstätigkeit dar (dazu 3). Im zweiten Szenario beteiligt sich die Gemeinde an einem vorhandenen Unternehmen, hat also einen weiteren Partner. Darunter fällt nicht nur die mittelbaren Beteiligung, in der nur ein von der Gemeinde beherrschtes Unternehmen eine Beteiligung an einem anderen Unternehmen erwirbt, sondern auch die Zusammenarbeit einer Gemeinde mit anderen Kommunen im Rahmen von Kommunalunternehmen oder in Zweckverbänden (dazu 4). Im dritten Szenario vergibt die Gemeinde nur noch Konzessionen an private Dritte, die dann die entsprechende Infrastruktur der Energie- und Wärmenetze betreiben; es handelt sich um eine Fremdversorgung, bei der die Gemeinde nur noch als Konzessionsgeberin auftritt (dazu 5).