C. III.3.3.2.a) - GmbH

Die GmbH ist eine der meistverbreiteten Organisationsformen des deutschen Privatrechts. Sie ermöglicht den Gesellschaftern die Teilnahme am Wirtschaftsverkehr unter einer eigenen Firma, das heißt, die GmbH tritt als eigenständige juristische Person im Rechtsverkehr gegenüber Dritten auf und kann eigenständig Rechte und Pflichten erwerben. Dies ist verbunden mit der für die GmbH charakteristischen Haftungsbeschränkung. Der Gesetzgeber stellt an die Organisation der GmbH nur wenige Anforderungen, dadurch kann die Satzung gut an die individuellen Bedürfnisse der Gesellschafter angepasst werden.(321) Die GmbH bietet damit aus gesellschaftsrechtlicher Perspektive großen Spielraum.(322)

Die GmbH ist, auch wenn sie ganz oder teilweise von der Gemeinde getragen wird, eine privatrechtlich organsierte Einheit und als solche nicht Teil der kommunalen Verwaltung. Die Unabhängigkeit und Flexibilität der privatrechtlichen Organisationsform geht aber mit einer Begrenzung der unmittelbaren Einflussmöglichkeiten auf die Unternehmensführung – verglichen mit den öffentlich-rechtlichen Organisationsformen – einher.(323)

321. Vgl. zum Muster eines Gesellschaftsvertrages einer kommunalen GmbH:Cronauge/Westermann, Kommunale Unternehmen, Anhang 2.

322. Uechtritz/Reck in: Hoppe/Uechtritz/Reck, Handbuch Kommunale Unternehmen, § 16, Rn. 34.

323. Uechtritz/Reck in: Hoppe/Uechtritz/Reck, Handbuch Kommunale Unternehmen, § 16, Rn. 18.