C. III.3.3.2.a.ee) - Kapitalausstattung und Ergebniszufluss

§ 5 GmbHG weist ein Mindeststammkapital der GmbH in Höhe von EUR 25.000 aus. Das Stammkapital ist von den Gesellschaftern zu leisten, wobei die jeweilige Höhe der Stammeinlage durch den Gesellschaftsvertrag bestimmt wird.

Das Gesetz fordert von den GmbH-Gesellschaftern zwar das Stammkapital und den Nennwert der von jedem Gesellschafter übernommenen Gesellschaftsanteile im Gesellschaftsvertrag in Euro-Beträgen anzugeben, hinsichtlich der Art der konkreten Leistung der Stammeinlage sind die Gesellschafter allerdings frei. Sie kann neben der Geldleistung auch durch die Einbringung von Sachen oder anderen Vermögenswerten geleistet werden (Sacheinlage),(329) z. B. in Form von Grundstücken oder Forderungen und Rechten. Auch können als Einlage dauerhafte Nutzungsrechte verschafft werden. Dies bedeutet, dass der GmbH für einen bestimmten oder unbestimmten Zeitraum ermöglicht wird, eine Sache zu nutzen, ohne dass ihr das Eigentum hieran übertragen wird. So können zum Beispiel kommunale Dachflächen zur Stromerzeugung oder kommunale Feldgrundstücke zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung mit Energiepflanzen zur Verfügung gestellt werden. Entscheidend ist, dass die jeweilige Einlage korrekt bewertet ist, damit es zu keiner Unterkapitalisierung der Gesellschaft kommt. Eine fehlerhafte, zu hohe Bewertung löst eine Nachschusspflicht des Gesellschafters aus, § 9 GmbHG.

Die Ergebnisverwendung wird in §§ 29 ff. GmbHG geregelt. Hiernach haben die Gesellschafter einen Anspruch auf Ausschüttung der Erträge, soweit diese nicht aufgrund Gesetzes oder Gesellschafterbeschlusses dem Kapital der GmbH zufließen.

329. Fastrich in: Baumbach/Hueck, GmbHG, § 5, Rn. 14.