C. III.3.3.2.c.ee) - Kapitalausstattung und Ergebniszufluss

Grundsätzlich gibt es keine gesetzlich festgelegte Mindestkapitalausstattung. Allerdings kann gemäß § 8a GenG in der Satzung ein Mindestkapital der Genossenschaft festgeschrieben werden, welches nicht durch Ausschüttungen an die Mitglieder unterschritten werden darf.

Die Genossenschaft ermöglicht den beständigen Ein- und Austritt von Mitgliedern. Dadurch ändert sich das Eigenkapital der Genossenschaft. Dieses besteht aus den Geschäftsguthaben der Mitglieder, also deren Einzahlungen auf ihre Genossenschaftsanteile und den Ergebnisrücklagen.(356) Um eine stabile finanzielle Ausstattung der Genossenschaft zu gewährleisten und sicherzustellen, dass ausreichend Haftungskapital vorhanden ist, empfiehlt sich daher die Festschreibung eines Mindestkapitals im Rahmen der Satzung.

Die Gewinn- und Verlustverteilung bestimmt sich nach §§ 19 ff. GenG. Danach werden Gewinne und Verluste auf die Mitglieder in Abhängigkeit ihrer geleisteten Einlagen verteilt. Soweit der Gemeinde danach Anteile am Gewinn der Genossenschaft zustehen, fließen diese als Ausschüttung dem Gemeindehaushalt zu.

356. Vgl. Geibel in: Henssler/Strohn, GesR, § 8a GenG, Rn. 1.