C. III.3.4.1.c) - Mögliche Einsatzgebiete öffentlich-rechtlicher Organisationsformen

Öffentlich-rechtliche Organisationsformen eignen sich tendenziell eher für kleine bis mittlere Unternehmungen.(362) Diese haben in der Regel einen geringeren Investitionsbedarf und führen auch zu vergleichsweise geringeren wirtschaftlichen Risiken. Dies ist für die Kommune von Vorteil, da sie den Investitionsbedarf allein decken muss und im Falle des Eigenbetriebes auch das unbeschränkte wirtschaftliche Risiko trägt. Je größer das geplante Unternehmen, umso eher ist die beim Kommunalunternehmen mögliche Haftungsbeschränkung zu erwägen.

Auf dem Gebiet der Daseinsvorsorge ist die öffentlich-rechtliche Organisationsform von Vorteil, da hier u. U. ein Anschluss- und Benutzungszwang vorgeschrieben werden kann und Abgaben direkt eingefordert werden können.

362. Die Aufzählung im Rahmen dieses Leitfades hat nur beispielhaften Charakter. Sie kann nicht eine Analyse und Bewertung im konkreten Einzelfall ersetzen.