C. IV.1.1.1.b. - Besonderheiten Biogas- und Biomasseanlagen

Für die Errichtung von Biogas- oder Biomasseanlagen müssen ebenfalls geeignete Flächen vorhanden sein, auf denen die entsprechenden Anlagen errichtet werden können. Die Bodennutzung und das Planungsrecht müssen das Vorhaben gestatten. Die Zufuhr mit Brennstoffen muss sichergestellt sein. Die Kommune muss klären, ob genügend landwirtschaftlich genutzte Flächen zur Verfügung stehen, auf denen Hochenergiepflanzen angebaut werden können, ob Viehzuchtbetriebe zur Lieferung von Gülle oder anderer Biomasse zur Verfügung stehen, oder ob ausreichend forstwirtschaftlich genutzte Flächen vorhanden sind, die durch Holzabfälle einen Betrieb ermöglichen können. Hierbei wird davon ausgegangen, dass für die Auslastung einer Anlage mindestens 50 ha Ackerland für die Biomasseproduktion zur Verfügung stehen müssen, wobei diese möglichst nicht weiter als fünf Kilometer vom zukünftigen Standort der Anlage entfernt sein sollten.(403) Der potentielle Standort muss auch verkehrstechnisch so angebunden bzw. anbindbar sein, dass die Beschickung der Anlage mit Biomasse problemlos abgewickelt werden kann. Der Bau von Anlagen zur Nutzung von Biomasse ist nicht möglich, wenn der Standort sich in einer Wasserschutzgebietszone 1 befindet, innerhalb der Wasserschutzgebietszone 2 ist er nur unter erheblichem finanziellen Mehraufwand möglich.(404)

403. FNR, Wege zum Bioenergiedorf, S. 24.

404. FNR, Wege zum Bioenergiedorf, S. 24.