C. IV.1.2. - Soll-Analyse

Nachdem die Ausgangslage für die wirtschaftliche Betätigung geklärt ist, muss die Kommune nunmehr ihre Ziele definieren. Sie muss klären, was die wirtschaftliche Betätigung leisten soll, um sachgerecht planen zu können, wie die Unternehmung organisatorisch und finanziell ausgestattet werden muss.

Hierbei kann ein Energiekonzept Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe sein.(422) Darin sollten energiepolitische Leitbilder und Ziele sowie inhaltliche und räumliche Schwerpunkte festgelegt werden. Hilfreich sind auch die Ergebnisse der oben genannten Machbarkeitsstudie und der Wirtschaftlichkeitsanalyse, die Anhaltspunkte dafür geben, welche Form der Erzeugung erneuerbarer Energien und welcher Umfang des Vorhabens für die jeweilige Kommune besonders geeignet ist.

Während klar ist, dass die Gewinnerzielung wenigstens nicht ausschließliches Ziel der wirtschaftlichen Betätigung sein darf (vgl. hierzu C.II.4.1.2b)) ist die Kommune hinsichtlich der übrigen Ziele weitgehend frei. Bei der Definition der Zielstellung müssen allerdings die möglichen Folgen für die kommunalen Finanzen, für die Wirtschaft in der Region, für die Umwelt und nicht zuletzt für die Gemeindemitglieder berücksichtigt werden.

422. Vgl. hierzu: AEE, Energiekonzept.