C. IV.2. - Konkrete Ausgestaltung einer wirtschaftlichen Betätigung

Auf Ist- und Soll-Analyse im Rahmen der Projektentwicklung folgt im Rahmen der Vorplanung die Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung der Unternehmung. Ausgehend von Potentialanalyse, Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien muss die Kommune konkrete Handlungsschritte ableiten. In der Vorplanung geht es vorrangig um die Konkretisierung des in der Machbarkeitsstudie erstellten technischen Konzepts und dessen Wirtschaftlichkeit.(423) Hierbei spielen neben der Rechtsformwahl inklusive der Entscheidung bzgl. Unternehmen und Einrichtung sowie einer möglichen Beteiligung Dritter insbesondere die technische Planung und die Finanzierung eine entscheidende Rolle.

Zur Vorbereitung der Projektrealisierung empfiehlt es sich, im Rahmen der konkreten Ausgestaltung durch eine zu gründende Vorgesellschaft (etwa eine GbR, einen Verein oder eine GmbH) Vorverträge mit potentiellen Beteiligten abzuschließen,(424) Satzungen auszuarbeiten und die Auswahl der konkreten Rechtsform der Unternehmung vorzubereiten.(425) In dieser Vorgesellschaft können Vertreter der Beteiligten (soweit das Projekt nicht von der Kommune allein durchgeführt werden soll) sowie Gemeindemitglieder vertreten sein. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass die Beteiligten sich hinsichtlich der konkreten Projektumsetzung möglichst einig sind und auch ein entsprechender Rückhalt innerhalb der Gemeinde hergestellt werden kann. Die Vorgesellschaft selbst wird aber nicht wirtschaftlich tätig. Sie soll lediglich die Grundlagen für eine spätere wirtschaftliche Betätigung erarbeiten.

423. FNR, Wege zum Bioenergiedorf, S. 53.

424. Auf die konkrete Ausgestaltung dieser Vorverträge soll hier nicht näher eingegangen werden. Zur Illustrierung wird insoweit auf den Leitfaden der FNR, Wege zum Bioenergiedorf, verwiesen.

425. Vgl. hierzu vertiefend: FNR, Wege zum Bioenergiedorf, S. 20 f, 42 f.