Niederschlagswasser

Das von bebauten oder künstlich befestigten Flächen gesammelt abfließende Niederschlagswasser ist als Abwasser einzustufen und unterliegt damit der Abwasserbeseitigungspflicht durch die Gemeinden.
Unbelastetes Niederschlagswasser sollte ortsnah versickert, verrieselt oder direkt oder über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet werden.
Die Beseitigung von Niederschlagswasser ist grundsätzlich eine kommunale Pflichtaufgabe.
 
Teilweise haben die Gemeinden diese Niederschlagswasserbeseitigung an Dritte wie Zweckverbände oder den Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb der Hansestadt Wismar (EVB) übertragen.

Die Beseitigungspflichtigen können durch Satzungen den Anschluss an die öffentliche Kanalisation oder die Versickerung des Niederschlagswassers auf den Grundstücken, auf denen es anfällt, regeln.
Der Anschluss an die öffentliche Kanalisation ist bei dem jeweiligen Betreiber (Beseitigungspflichtigen) zu beantragen. 
Regelungen zur Versickerung von Niederschlagswasser sind ebenfalls beim Beseitigungspflichtigen zu erfragen.

Die Beseitigungs- und Überlassungspflicht entfällt für Niederschlagswasser, wenn dieses verwertet oder versickert wird, von öffentlichen Verkehrsflächen im Außenbereich abfließt oder im Rahmen des Gemeingebrauchs in ein oberirdisches Gewässer/ Küstengewässer eingeleitet wird.

Die Benutzung eines Gewässers, hierzu gehört die gesammelte Einleitung von Niederschlagswasser in ein Gewässer I. und II. Ordnung oder das Grundwasser, bedarf grundsätzlich der Erlaubnis durch die untere Wasserbehörde, ausgenommen hiervon ist der Gemein-/ Anlieger-Eigentümergebrauch an oberirdischen Gewässern, Küstengewässern und die erlaubnisfreie Benutzung des Grundwassers (bestehende Satzung zu erlaubnisfreien Versickerung).

Die ortsnahe und schadlose Versickerung von gefasstem Niederschlagswasser unter Ausnutzung der natürlichen Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens ist wasserwirtschaftlich erwünscht. Eine Vernässung von benachbarten Grundstücken ist beim Betrieb der Versickerungsanlagen auszuschließen. Die Versickerung über eine Anlage auch für Einzelanlagen z.B. für Einfamilienhäuser ist erlaubnispflichtig und bei der unteren Wasserbehörde zu beantragen.

Ungefasstes und nicht belastetes Niederschlagswasser, welches unmittelbar am Ort des Anfalls großflächig versickert, ist kein Gewässernutzungstatbestand und damit nicht erlaubnispflichtig. Zu beachten sind aber auch in diesen Fällen die topographischen Gegebenheiten und die Gefahr eines oberflächigen Abflusses. Der natürliche Abfluss wild abfließenden Wassers darf nicht zum Nachteil eines tiefer liegenden Grundstückes verstärkt oder auf andere Weise verändert werden. 

Symbol Beschreibung Größe
Formular Einleitung von Niederschlagswasser in ein Gewässer bzw. Grundwasser
(c) LKNWM Kniest
37 KB
Formular Einleitung von Niederschlagswasser in ein Gewässer bzw. Grundwasser 20161130.docx
(c) LKNWM Kniest
35 KB

ANSPRECHPARTNER
Mitarbeiter
Herr Behrendt
SB Gewässeraufsicht, Kleinkläranlagen, Niederschlagswasser
Mitarbeiter
Frau Gottschalk
SB Abwasserabgaben, wassergefährdende Stoffe
Mitarbeiter
Herr Schawe
SB Gewässeraufsicht, Kleinkläranlagen, Niederschlagswasser
Mitarbeiter
Frau Tietze
SB Abwasserabgaben, wassergefährdende Stoffe
Mitarbeiter
Frau Waldraff
SB Gewässeraufsicht
Mitarbeiter
Herr Wiecha
SB Gewässeraufsicht, Kleinkläranlagen, Niederschlagswasser
Landkreis Nordwestmecklenburg Hausanschrift
Landkreis Nordwestmecklenburg Postanschrift

Allgemeine Sprechzeiten