Berufskraftfahrerqualifikation

Personen im Güterkraft- oder Personenverkehr müssen eine Grundqualifikation und nachfolgend regelmäßig eine Weiterbildung im Rhythmus von fünf Jahren nachweisen.  

Zum Güterkraft- und Personenverkehr zählen Fahrten mit Kraftfahrzeugen zu gewerblichen Zwecken auf öffentlichen Straßen für die eine Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE und D1, D1E, D, DE erforderlich ist. Zur Grundqualifikation verpflichtet sind grundsätzlich alle, die Fahrten zu gewerblichen Zwecken (dies umfasst auch Werkverkehr und Transporthilfstätigkeiten) auf öffentlichen Straßen durchführen und folgende Kraftfahrzeuge nutzen:

  • Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen zGG im Güterkraft- und Werkverkehr (Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE) oder
  • Fahrzeuge mit mehr als acht Fahrgastplätzen im Personenverkehr (Fahrerlaubnis der Klassen D1, D1E, D, DE).


Keine Pflicht zur Grundqualifikation besteht für Personen, die im Güterkraft- bzw. Werkverkehr eingesetzt werden und die Fahrerlaubnis vor dem 10.09.2009 erworben haben oder Personen die im Personenverkehr eingesetzt werden und die  Fahrerlaubnis vor dem 10.09.2008 erworben haben. Allerdings besteht auch hier bei Güter- und Kraftverkehr ab dem 09.09.2014 und bei der Personenbeförderung ab dem 09.09.2013 die Pflicht zur Weiterbildung.  

Die Grundqualifikation wird erworben durch eine Berufsausbildung als „Berufskraftfahrer/-in“ oder „Fachkraft im Fahrbetrieb“ oder einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, in dem vergleichbare Fertigkeiten und Kenntnisse zur Durchführung von Fahrten mit Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen vermittelt werden, theoretische und praktische Prüfung über insgesamt 7 ½ Stunden bei der Industrie- und Handelskammer. Für die Prüfungszulassung ist der Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnisklasse erforderlich.

Die beschleunigte Grundqualifikation wird erworben durch Teilnahme an einem Lehrgang von insgesamt 140 Stunden (zu je 60 Minuten) bei einer anerkannten Ausbildungsstätte sowie die erfolgreiche Ablegung einer theoretischen Prüfung über insgesamt 90 Minuten bei der (für den Wohnsitz des Bewerbers zuständigen) IHK Eine Fahrerlaubnis für Busse oder LKW muss für die beschleunigte Grundqualifikation nicht vorliegen.

Die Weiterbildung ist im Abstand von jeweils fünf Jahren zu wiederholen. Sie betrifft alle Personen, d.h. von der Weiterbildung ist sowohl der Personenkreis betroffen, der die Grundqualifikation bzw. beschleunigte Grundqualifikation erworben hat als auch der Personenkreis, für den aufgrund des (frühzeitigen) Erwerbs der Führerscheinklasse für Busse und/oder LKW vor den Stichtagen keine Pflicht zur Grundqualifikation bzw. beschleunigten Grundqualifikation besteht. Die Weiterbildung erfolgt in Lehrgängen mit mindestens 35 Unterrichtsstunden (zu je 60 Minuten) in den anerkannten Ausbildungsstätten. Sie kann speziell für den Güterkraft- oder den Busverkehr oder gleichzeitig für beide Bereiche (abhängig vom Besitz der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse/n der Teilnehmer) durchgeführt werden. Diese 35 Pflichtstunden können auf einzelne “Blöcke“ aufgeteilt werden. Allerdings muss ein Einzelblock mindestens 7 Stunden umfassen. Die Teilnahme an den einzelnen Weiterbildungsblöcken ist durch Teilbescheinigung nachzuweisen. Eine Abschlussprüfung ist nicht vorgesehen. Bei der Verlängerung der Fahrerlaubnisklassen sollte darauf geachtet werden, dass zeitgleich die Eintragung der Schlüsselnummer 95 erfolgt. Die Schlüsselnummer 95 sollte dann die gleiche Befristung erhalten wie die Befristung der Fahrerlaubnisklassen C1, C1E, C und CE bzw. D1, D1E, D und DE.

Der Nachweis über die Qualifikation erfolgt im Führerschein mit der Schlüsselnummer „95“ hinter der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse. Direkt hinter  der „95“ wird zudem die Gültigkeit der Grundqualifikation bzw. Weiterbildung vermerkt.

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