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Neue Rettungsgeräte für freiwillige Feuerwehren

Der Landkreis investiert die Soforthilfe bei Unfällen

13.02.2020
(vl) Mathias Diederich übergibt einen Rettungzylinder an den Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Gäeglow, Marcel Arndt, mit Fachdienstleiter Florian Haug, Gägelows Bürgermeister Friedel Helms-Ferlemann und Kreisbrandmeister Heinz Hinzmann. ©Landkreis NWM

Der Landkreis investiert die Soforthilfe bei Unfällen

Am Mittwoch (12. Februar) übergaben der Stellvertreter der Landrätin Mathias Diederich und der Fachdienstleiter des Landkreises für den Brand- und Katastrophenschutz Florian Haug neue Rettungsgeräte an die freiwilligen Feuerwehren Jesendorf, Gägelow, Upahl und Plüschow.
Die vier Wehren erhielten jeweils einen kompletten Satz von schwerem Gerät zur Rettung und Bergung von Menschen, die beispielweise nach einem Verkehrsunfall aus ihrem Fahrzeug befreit werden müssen. Dazu gehören eine Motorpumpe, eine hydraulische Rettungsschere und ein Spreizer, sowie ein Pedalschneider und ein Rettungszylinder
Mit diesen Gerätschaften lassen sich Karosserien aufschneiden und auseinanderbiegen, bis die verunfallte oder eingeklemmte Person sicher gerettet werden kann.

Schweres Gerät für dicke Karossen

„Durch den Technikfortschritt bei den Autoherstellern, werden moderne Karosserien immer härter und widerstandsfähiger. Das ist zwar im Moment des Unfalls erst mal positiv für die Sicherheit, es bedeutet aber auch, dass wir zum Befreien von Menschen leistungsfähiges, modernes Gerät brauchen.“, erklärt Fachdienstleiter Florian Haug.
Die Schere RS210 Plus von Weber-Rescue ist zum Beispiel die stärkste im Produktsortiment der Firma, der dazugehörige Spreizer hat eine Leistung von 100 Kilo-Newton.

Die Gesamtkosten für die Rettungs-Sets betragen 88.012,40 Euro. Das Geld stammt aus dem Jahresetat des Landkreises für den überörtlichen Brandschutz. Aus ihm werden gezielt Anschaffungen für Feuerwehren gefördert, die Aufgaben wahrnehmen, die über ihre Gemeinde hinausgehen – wir in diesem Falle die technische Hilfeleistung auch auf Autobahnen und Bundesstraßen.
„Der Kreis unterstützt die Feuerwehren regelmäßig mit Spezialgerätschaften und bei der Neubeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen. Alle Mittel, welche der Landkreis aus der Feuerschutzsteuer erhält, werden für den überörtlichen Brandschutz verwendet und zumeist als Fördermittel an die Gemeinden zur Fahrzeugbeschaffung weitergereicht. Hiermit leistet der Landkreis einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bürger.“, so Mathias Diederich.

Feuerwehr spezialisiert sich

Bei der Übergabe der Geräte war auch Kreisbrandmeister Heinz Hinzmann zugegen und erklärt, warum manche Feuerwehren spezielle Ausstattung bekommen: „Gerade im Bereich der Autobahnen haben wir durch das verstärkte Verkehrsaufkommen eine höhere Unfallhäufigkeit, da braucht man diese Rettungssätze am meisten. Andere Feuerwehren sind dagegen zum Beispiel besonders gut für Chemie-Unfälle ausgerüstet und liegen näher an entsprechenden Industrie-Unternehmen. So können wir in jedem Ernstfall die Einsatzfähigkeit im ganzen Landkreis gewährleisten.“

© Christoph Wohlleben E-Mail

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