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Grüße der Landrätin zum neuen Jahr

Kerstin Weiss: 2017 war überwiegend ein gutes Jahr für Nordwestmecklenburg

02.01.2018
Kerstin Weiss, Landrätin   © LK NWM
Kerstin Weiss, Landrätin © LK NWM

 
Liebe Nordwestmecklenburgerinnen und Nordwestmecklenburger,

wieder neigte sich ein Jahr dem Ende entgegen und  wieder war es ein Jahr mit einer Fülle von Ereignissen.

Für Nordwestmecklenburg war es ein überwiegend gutes Jahr.

  • Die Entwicklungstendenzen in unserem Landkreis zeigen nach oben. Unser Landkreis ist ein moderner Standort für Wirtschaft und Landwirtschaft.Bei uns wirken solide und innovative Arbeitgeber.
    Für außerordentlich  positive Nachrichten sorgten  u.a. der Schönberger Büromöbelhersteller Palmberg, die Firma Euroimmun mit ihren Standorten in Dassow und in Selmsdorf  und natürlich die MV-Werften, die in Wismar im August  das erste Flusskreuzfahrtschiff übergaben  und im September mit der Schiffskabinenfertigung starteten. Im neuen Jahr soll mit dem Bau des bisher größten in Deutschland gefertigten Kreuzfahrtschiffes begonnen werden.

Seit August hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises einen neuen Geschäftsführer. Einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Fachkräftesicherung. Durch neue Konzepte, wie ein angepasstes Standortmarketing und  ein Welcome-Service –Center, sollen aktiv Pendler und  ehemalige Einheimische zurück nach Nordwestmecklenburg  geholt werden. Ein weiterer Punkt ist die Regionalentwicklung mit kluger Flächenpolitik- gemeinsam mit den Gemeinden.
 

  • 2,5 Millionen touristische Übernachtungen wurden  2016 in Nordwestmecklenburg gezählt und allein 2,4 Millionen Tagesgäste besuchen jährlich  unsere Kreisstadt Wismar. Mit dem jetzt gerade wiedereröffneten stadtgeschichtlichen Museum „Schabbell“ hat die Stadt einen weiteren Anziehungspunkt.
    Grevesmühlen bringt seit Juni nicht nur neues Leben  in den alten Bahnhof, sondern beseitigte mit  der umfangreichen Baumaßnahme vor allem auch  einen unschönen Anblick.
    In Warin entstand aus der ehemaligen Turnhalle eine moderne Stadthalle.
    Die Stadt Gadebusch ist jetzt wieder Eigentümerin des Renaissance-Schlosses und auf der Suche nach ansprechenden Ideen für eine öffentliche Nutzung.
    In Rehna wurde ein wunderbares Klosterfest gefeiert und Dassow war ein toller Gastgeber für unser Kreiserntedankfest im September.
    Der Schönberger Musiksommer erhielt den Großen Preis der Wirtschaft und in der  St.-Georgen-Kirche in Wismar wurde  anlässlich des 500jährigen Reformations-jubiläums  das Schauspiel „Ich, Martin Luther“ – Musik & Leben aufgeführt.
     

Was möchte ich Ihnen anhand dieses kleinen Ausschnittes aus der Entwicklung unseres Landkreises verdeutlichen? Diese Auswahl steht für ein lebens- und liebeswertes Nordwestmecklenburg - für eine Region zum Leben, Arbeiten, Erholen und Wohlfühlen. Und dafür sind viele von Ihnen unermüdlich unterwegs – ob im Beruf oder darüber hinaus in der Kultur, in der Kommunalpolitik und Freiwilligen Feuerwehr, im Bildungs-, Sport- und Sozialbereich sowie bei der Integration.

  • Mein Dank gilt allen, die sich für das Gemeinwohl und unsere Mitmenschen auf die vielfältigste Weise engagieren.
     
  • Eine oft gestellte Frage ist: Wann geht es mit dem Breitbandausbau los? Schnelles Internet ist heute beruflich wie privat unverzichtbar. Der Landkreis ist derzeit nach erfolgter Ausschreibung mitten im Verhandlungsverfahren mit sich bewerbenden Unternehmen. Danach erfolgt die Überprüfung der Ergebnisse durch den Bund und im Anschluss werden die Verträge geschlossen. Ziel ist es, im 2.Quartal mit dem Ausbau zu beginnen wird. Das gesamte Verfahren ist leider sehr aufwendig.
  • Erfreulicherweise gibt es in Nordwestmecklenburg wieder mehr Kinder, was natürlich Anforderungen an die Kindertagesbetreuung und später auch an die Schulen stellt. Etwa 10.500 Kinder wurden 2017 betreut - das waren 277 Kinder mehr als 2016. Für  2018 erwarten wir nochmals einen Anstieg um 500 Kinder. Neue Kindertagesstätten entstanden in diesem Jahr u.a. in Selmsdorf und Alt Meteln. Im Bau sind Kitas in Warin, Dassow, Herrnburg, Hohenkirchen und Wismar.
  • Der Kreistag hat im Januar 2017 erstmals einen Doppelhaushalt beschlossen. Gegenwärtig wird ein Nachtragshaushalt vorbereitet, der die dritte Senkung der Kreisumlage in Folge ermöglichen wird. Der Verwaltung erscheint ein Umlagesatz von unter 40 Prozent möglich. Eine straffe Haushaltsführung, eine positive Haushaltsentwicklung 2017 und erwartete Mehreinnahmen für 2018 ermöglichen dies. Die letztendliche Entscheidung trifft der Kreistag im Februar.
  • Der Kreistag hat ebenfalls beschlossen, zum 1.Februar 2018 im ÖPNV ein neues Tarifsystem einzuführen. Dieses beinhaltet ein nach Entfernung gestaffeltes Preissystem. Fahrgäste auf den Kurzstrecken werden entlastet. Auch Schüler und Auszubildende können weitere Vorteile genießen. So gelten das Schülerticket sowie  die Wochen-und Monatskarten künftig ganztägig und auch an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien.
  • Seit wenigen Tagen befinden sich auf unserem Parkplatz in der Rostocker Straße in Wismar zwei Stromtankstellen – eine öffentliche  der Stadtwerke Wismar und eine des Landkreises für  die eigenen E-Fahrzeuge. Der Landkreis stellt seinen Fuhrpark auf Elektromobilität um. So setzen wir ein Zeichen in Richtung Umweltschutz.
  • In unserem Neubau in Wismar konnten wir zur Einweihung im Juli viele interessierte Besucher begrüßen. Musikalisch begleitet wurde dieser Tag von unserer Kreismusikschule „Carl Orff“. Seit dem 1. August wird übrigens in Nordwestmecklenburg gemeinsam musiziert, denn die Wismarer Musikschule ist auf den Landkreis übergegangen.
  • Ich könnte jetzt noch viele andere Themen ansprechen wie

    - den beständigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen,
    - die Sanierung weiterer Schulen,
    - den verstärkten Ausbau der Kreisstraßen, 
    - e-Government, W-LAN-Zugänge, Facebookauftritt, elektronische Akte usw. usf.
 
Damit könnte ich noch einige Seiten füllen.

Aber Sie sehen schon jetzt: Viele Dinge beschäftigen uns und es geht voran.

Darüber sollten wir uns alle freuen und auch ein wenig dankbar sein.

Für mich persönlich war 2017 ein schweres Jahr. Es galt eine heimtückische Erkrankung zu überwinden. Aber ich bin wieder an Bord.
Was ich besonders in dieser Zeit erfahren durfte sind Wärme und Unterstützung. Dafür bin ich sehr dankbar.

Und ich habe gespürt, wie viele um mich herum ähnliche oder andere schwere  Leiden zu ertragen haben. Darum sollten uns Menschlichkeit und Unterstützung der Schwächeren in unserem Land, aber auch darüber hinaus, besonders wichtig sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein friedliches, gesundes und glückliches Jahr 2018.

Ihre Kerstin Weiss

 

 

 

© Petra Rappen E-Mail

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