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Fahrerlaubnis Neuerteilung

Leistungsbeschreibung

Wird eine Fahrerlaubnis durch eine Behörde oder durch ein Gericht entzogen, ist diese Erlaubnis erloschen. Sie lebt auch nach Ablauf einer Sperrfrist nicht automatisch wieder auf.

Ihnen kann mit einem Neuerteilungsantrag eine neue Fahrerlaubnis erteilt werden. Der Umfang des Antragsverfahrens richtet sich nach verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel dem Grund für die Entziehung oder wie oft die Fahrerlaubnis entzogen wurde.

Die Fahrerlaubnis kann Ihnen im gleichen Umfang erteilt werden, wie sie zuvor bestanden hat. Das heißt, alle Fahrerlaubnisklassen, die zuvor besessen haben, können Sie auch wiedererlangen.   

Verfahrensablauf

Sie können die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis frühestens sechs Monate vor Ablauf einer Sperrfrist stellen. Den Antrag nehmen wir gemeinsam vor Ort mit Ihnen auf.

Im Antragsverfahren ist die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen im vollen Umfang zu prüfen. Die Prüfung erstreckt sich auf alle körperlichen, geistigen und charakterlichen Umstände. Bei Bedenken an der Kraftfahreignung kann unter Berücksichtigung des Einzelfalls die Beibringung von Gutachten erforderlich sein.

Ein medizinisch-psychologisches Gutachten wird beispielsweise gefordert, wenn:

  •  die Fahrerlaubnis wegen einer Fahrt unter Alkoholeinfluss durch ein Gericht entzogen wurde,
  • Einnahme von Betäubungsmitteln vorgelegen hat,
  • wiederholt Delikte im Straßenverkehr unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluss begangen wurden,
  • erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde.

Über die Beibringung eines Gutachtens werden Sie im Antragsverfahren schriftlich aufgefordert.

Zur Vorbereitung auf eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) besteht die Möglichkeit, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Auskünfte über die Notwendigkeit eines Abstinenznachweises, sowie dessen Dauer und somit über einen möglichen Zeitpunkt für eine Begutachtung können über solche Beratungsstellen in Erfahrung gebracht werden.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat auf der Internetseite www.bast.de/mpu umfangreiche Informationen zur MPU zusammengestellt. Dargestellt werden hier insbesondere der Ablauf und die Voraussetzungen für eine positive Untersuchung

Nach Durchführung der Begutachtung kann das Gutachten der Fahrerlaubnisbehörde vorgelegt werden. Das Gutachten dient dann als Entscheidungshilfe im Antragsverfahren. Werden alle Eignungszweifel ausgeräumt, kann eine Fahrerlaubnis neu erteilot werden. Können die Eignungsbedenken jedoch nicht beseitigt werden, ist der Antrag auf Neuerteilung zu abzulehnen (Versagung).

Ist eine Fahrerlaubnis auf Probe entzogen worden (Zuwiderhandlung innerhalb der Probezeit), so darf eine neue Fahrerlaubnis unbeschadet der übrigen Voraussetzungen nur unter Nachweis der Teilnahme an einem Aufbauseminar, gegebenenfalls einem besonderen Aufbauseminar erteilt werden.

Voraussetzungen

Nach einer Entziehung kann eine Fahrerlaubnis nur auf Antrag neu erteilt werden. Im Antragsverfahren ist die Kraftfahreignung im vollen Umfang zu prüfen. Eine solche Prüfung erstreckt sich auf die körperliche, geistige und charakterliche Eignung. Die Voraussetzungen und Bedingungen können je nach Sachverhalt sehr unterschiedlich sein und können auch die Erstellung von Fahreignungsgutachten beinhalten.

Welche Unterlagen werden benötigt?

-       gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung

-       aktuelles biometrisches Lichtbild

-       aktuelles Führungszeugnis

 

zusätzlich bei den Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T:

-       Sehtestbescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle (z.B. Optiker)

-       „ERSTE HILFE“-Nachweis

 

zusätzlich bei den Klassen  C1, C1E, C und CE:

-       Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung über das Sehvermögen  gemäß Anlage 6 Nr. 2.1 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV)  -  z.B                           Augenarzt, Arzt mit der Bezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder „Betriebsmedizin" 

-       Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung gemäß Anlage 5 Nr. 1 der FeV

-       „ERSTE HILFE“-Nachweis

Welche Gebühren fallen an?

Kostenrahmen: 33,20 € bis 256,00 €

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Antrag auf Neuerteilung kann frühestens sechs Monate vor Ablauf einer Sperrfrist gestellt werden.

Bearbeitungsdauer

drei Wochen bis sechs Monate

Rechtsgrundlage

-       § 3 StVG

-       §§ 11 - 14, 20 FeV

-       GebOSt