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Bioabfallentsorgung im Landkreis Nordwestmecklenburg

Verbrennen nur eingeschränkt möglich/Verbot in Wismar

30.09.2016

Der Landkreis Nordwestmecklenburg weist darauf hin, dass das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen in den Monaten März und Oktober mit der Einführung der neuen Bioabfallentsorgung weiter eingeschränkt wurde. Grund hierfür sind die mit der Einführung der Getrenntsammlung von Bioabfällen durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz bestehenden Entsorgungsmöglichkeiten für Bioabfälle. Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist nach der Pflanzenabfalllandesverordnung nur zulässig, wenn für diese Abfälle keine andere öffentlich zugelassene Entsorgungsmöglichkeit besteht oder die Nutzung nicht zumutbar ist. Viele Bioabfälle können aber mit den im Landkreis zugelassenen Entsorgungsmöglichkeiten verwertet werden, so dass hierfür eine Verbrennung auch in den Monaten März und Oktober ausgeschlossen ist. In der Hanse-und Kreisstadt Wismar gilt ein generelles Verbrennungsverbot.

 

Der Landkreis hat die gesetzliche Verpflichtung zur getrennten Erfassung biologischer Abfälle in seinem Abfallwirtschaftskonzept umgesetzt und hierfür ein flächendeckendes System eingeführt. Neben der auch weiterhin zulässigen Kompostierung auf dem eigenen Grundstück kann jeder Einwohner von einem durch den Landkreis vertraglich gebundenen privaten Entsorger eine Biotonne beziehen. Der Landkreis fördert diese Biotonne mit einem Festbetrag je Entleerung. Die GER Umweltschutz GmbH in Grevesmühlen sowie Gollan Recycling GmbH in Rosenhagen bieten die Biotonne deshalb deutlich günstiger an. Seit der Einführung dieses Systems hat sich die Zahl der aufgestellten Biotonnen von anfänglich 2.000 auf jetzt 3.500 erhöht. Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der Leerungen für die Biotonnen. Waren es 2015 noch ca. 24.600 Entleerungen mit 1050 t, wird für das Jahr 2016 mit 32 000 Entleerungen und 1 400 t Bioabfällen im Landkreis gerechnet. Die in den Biotonnen erfassten Abfälle werden in zugelassenen Anlagen kompostiert oder einer höherwertigen Vergärung zugeführt.

 

Daneben gibt es in einigen Amtsbereichen und Gemeinden ebenfalls vom Landkreis geförderte kommunale Grünschnittannahmestellen. Die Gemeinden haben hieran ein besonderes Interesse, weil diese Sammelstellen häufig zu einer Verminderung illegaler Ablagerungen führen und Belästigungen durch Gartenfeuer verringert werden. Eine aktuelle Liste der kommunalen Annahmestellen ist unter www.nordwestmecklenburg.de unter der Rubrik Abfallwirtschaft zu finden.

 

In Bereichen, in denen (noch) keine kommunale Annahmestelle vorhanden ist, gibt es auch die Möglichkeit, bei privaten Grünschnittannahmestellen biologische Gartenabfälle gegen ein Entgelt abzugeben. Vom Landkreis für eine solche Annahme zugelassene gewerbliche Annahmestellen für Bioabfälle gibt es bei der GER Umweltschutz GmbH in 23936 Neu Degtow (Recyclingpark) sowie bei der Gollan Recycling GmbH in 19209 Rosenhagen.

 

Der 1.Stellvertreter der Landrätin, Mathias Diederich, weist auf die Belästigungen hin, die immer wieder durch Gartenabfallfeuer entstünden und beim Landkreis angezeigt würden. Er hofft, dass die neuen Möglichkeiten der Entsorgung zu weniger Feuern mit Belästigungen für die Nachbarn führen. Besonders stark seien die Belästigungen bei der Verbrennung von feucht-nassen Abfällen. Diese würden ebenso wie Blumen- und Staudenschnitt, Kraut, Gras, Laub auf den Kompost oder in die Biotonne gehören. Verbrannt werden dürfe nur trockener und unbelasteter Baum- und Strauchschnitt von privaten Gärten, welcher nicht zu einer bestehenden kommunalen oder gewerblichen Sammelstelle gebracht werden könne. Nähere Informationen darüber, wann ein Gartenfeuer zulässig ist, sind auf den Internetseiten der unteren Abfallbehörde unter www.nordwestmecklenburg.de zu finden.

 

© Petra Rappen E-Mail

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