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Digitalisierung an Schulen

Große Stadtschule "Geschwister Scholl" Gymnasium Wismar stellt Projektumsetzung vor

27.08.2019
Digitalisierung an Schulen [(c): Landkreis NWM]
IT-Fachlehrer Frank Sichting stellt die Digitalisierung an der GSG vor

Durch den „DigitalPakt Schule“ unterstützt der Bund die Länder und Gemeinden bei ihren Investitionen in die Vernetzung von Schulen und deren Ausstattung mit IT-Systemen. Der LK NWM als Schulträger für 17 Standorte (6 Gymnasien, 6 Förderschulen, eine Integrierte Gesamtschule, 3 Standorte des BSZ Nord, ÜFZ Sehen) erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum die Umsetzung des DigitalPaktes. Der Ausstattungsgrad der Schulen ist sehr unterschiedlich. Über einen Breitbandanschluss von mind. 100 Mbit/s verfügen 76 Prozent der Schulen und über eine 100 % WLAN-Ausleuchtung 42 Prozent. Durch den Breitbandausbau bis Ende 2020 soll in Nordwestmecklenburg jedoch eine flächendeckende Auslastung erreicht werden. "Momentan sind 200 der geplanten 2000 Kilometer bereits im Boden verlegt" gibt die Landrätin Kerstin Weiss bekannt.

Breitbandanschluss und Netzwerkzugang sind die Grundvoraussetzungen für digitales Lernen. Der DigitalPakt Schule ermöglicht die bauliche Anpassung der Gebäudestruktur, wo dies noch benötigt wird, um eine ausreichende LAN-Verkabelung und WLAN-Verfügbarkeit sicherzustellen. Auch die Ausstattung mit interaktiven Präsentationsgeräten, wo diese noch nicht bedarfsgerecht vorhanden sind, wird ermöglicht.

Bereits für 2020 wurden 7 Schulen für die Förderung aus dem Digitalpakt seitens des Landes in Betracht gezogen. Der LK NWM hat bereits mit der Digitalisierung begonnen. Mit Unterstützung durch die Förderung des „DigitalPaktes Schule“ besteht die Möglichkeit, die Voraussetzungen zu schaffen, diese Unterrichtsform auch an anderen Schulen im LK zu etablieren. Grundlage hierfür sind die in den Medienbildungskonzepten (MBK) der einzelnen Schule formulierten pädagogischen Inhalte und Ziele und die damit verbunden Anforderungen an digitale Technik. Für eine Förderung aus dem Digitalpakt sind diese Medienbildungskonzepte der jeweiligen Schule ebenso notwendig, wie ein mit diesen abgestimmter Medienentwicklungsplan seitens des Schulträgers. „Der Medienentwicklungsplan wird voraussichtlich im Dezember 2019 im Kreistag zum Beschlussfassung vorgelegt“ so Landrätin Kerstin Weiss.

Die Umsetzung des Medienentwicklungsplans ist abhängig von dem unterschiedlichen Ausstattungsgrad der Gebäudestruktur und der digitalen Technik der Schulen. „Einige Schulen in Trägerschaft des LK NWM verfügen über 100 % WLAN-Verfügbarkeit und einen Ausstattungsgrad von 50% digitaler Technik. Das Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen Ausstattungsstandards für digitale Technik an Schulen und dazugehöriger Gebäude.“ So Herr Hartung, Projektkoordinator für Medienbildung und –entwicklung  im Kreismedienzentrum.

Der MEP gliedert sich in 4 Stufen. In der ersten Phase erfolgt die Standartentwicklung von einheitlicher Technik und Software, wodurch Wartung und Support effizienter gestaltet werden. In der zweiten Phase erfolgt die Umsetzung der notwendige Gebäudestruktur, Anschluss mit Glasfaser, der Strom- und LAN-Verkabelung, sowie der 100% WLAN-Verfügbarkeit werden hergestellt. In der der dritten Phase die interaktiven Anzeigegeräte implementiert und Netzwerkstrukturen geschaffen. In der vierten Phase werden letztendlich die mobilen Endgeräte für die Lehrenden zur Verfügung gestellt.

Die Stufenübergänge sind fließend und abhängig von der Ausgangssituation der einzelnen Schule. Die Finanzierung erfolgt durch kommunale Mittel und in Verbindung mit den Fördermöglichkeiten aus dem Digitalpakt Schule.  Ein wesentlicher Bestandteil des Medienentwicklungsplans ist auch die Fortbildung der Lehrenden. Der MEP ist auf fünf Jahre (2020-2024) ausgelegt und wird fortlaufend den technischen IT-Entwicklungen und sich verändernden Anforderungen angepasst.

Am Beispiel der Umsetzung der Digitalisierung an den Schulen stellt Frank Sichting, IT-Fachlehrer der Großen Stadtschule „Geschwister-Scholl“ Gymnasium Wismar, das Projekt „Entwicklung der IT-Medien an der GSS“ vor. Der IT-Fachlehrer weist auf die Bedeutsamkeit der Medienbildung und Medienkompetenz an den Schulen hin. Eine Auswirkung dessen ist der neue fächerübergreifende Rahmenplan „digitale Kompetenzen“. Als Folge dessen hat sich u.a. Informatik als ein eigenständiges Fach etabliert. Die Digitalisierung des Unterrichts wirkt zur besseren Wissensvermittlung und der DigitalPakt hilft den Schulen zur Beschleunigung der Digitalisierung.

Der IT-Fachlehrer bestätigt die Umsetzung der Digitalisierung in den vergangenen Jahren am Beispiel der großen Stadtschule. Das WLAN wurde komplett eingerichtet, die Lehrer schrittweise mit Tablets ausgestattet, die Lehrer schulintern weitergebildet, eine komplette Klasse mit Tablets ausgestattet und zwei neue Tabletklassen (elternfinanziert) vorbereitet.

Das Ergebnis ist, dass die Mitschriften im digitalen Hefter erfolgen können und die Schüler das Tablet als Werkzeug kennenlernen. Sie können durch die digitale Grundausstattung positiv an der Unterrichtsgestaltung teilnehmen. Dadurch, dass viele Bücher digital zur Verfügung gestellt werden, müssen diese auch nicht mehr zum Unterricht mitgebracht werden.

Weitere Infos unter: www.kreismedienzentrum-nwm.de/index.php/medienentwicklung

Foto: Martin Sturmheit, Fachinformatiker des KMZ; Landrätin Kerstin Weiss; Frank Sichting, IT-Fachlehrer am "Geschwister Scholl" Gymnasium Wismar; Gudrun Sturmheit, Fachdienstleiterin Bildung und Kultur und Gabor Hartung, Projektkoordinator für Medienbildung und –entwicklung im KMZ

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