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Effektivere Fahrwege mit „MintesO“ für Schüler

Gemeinsames Schülerbeförderungsprojekt in den Kreisen Nordwestmecklenburg und Herzogtum Lauenburg / Zeit, Geld und CO2 sparen

27.07.2018
Stellten das neue Projekt zur Optimierung der Schülerbeförderung vor: Landrätin Kerstin Weiss, Dr. Christoph Mager, Landrat Kreis Herzogtum Lauenburg (2.v.l.), Tino Waldraff(l.), Mitarbeiter des Landkreises Nordwestmecklenburg und Tim Leufker, Kreis Herzogtum Lauenburg (r.)

Dass „MintesO“ nicht nur eine interessante Buchstabenkombination ist, sondern vom Inhalt  überaus wertvoll, innovativ und spannend ist, machten Landrätin Kerstin Weiss und ihr Amtskollege aus  dem Nachbarkreis Herzogtum Lauenburg, Dr. Christoph Mager jetzt  bei einem Pressetermin deutlich.

Beide Kreise  Herzogtum Lauenburg und der Landkreis Nordwestmecklenburg starten nämlich mit „MintesO“ das gemeinsame Schülerbeförderungsprojekt „Minderung der Treibhausgas-Emissionen der Schülerbeförderung durch intelligente Systeme zur Fahrweg- sowie Fahrweise-Optimierung“. Ziel des Projektes ist die Optimierung der Schülerbeförderung durch die Individualisierung der Beförderungswege u. -zeiten sowie die damit verbundene Reduzierung von Fahrplankilometern und Treibhausgasemissionen. Es geht u.a. um Klimaschutz durch CO2-Einsparungen, Kostenreduzierung, Leistungsverbesserung, kürzere Wege und somit mehr Freizeit für die Schüler und um das Vermeiden des Einsteigens in den falschen Bus. Mit Tino Waldraff, zuständiger Mitarbeiter in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Planung im Landkreis Nordwestmecklenburg und Tim Leufker, Mitarbeiter im Fachdienst Regionnalentwicklung und Verkehrsinfrastruktur im Nachbarkreis wird dieses Projekt von einem jungen, hoch motivierten Team intensiv begleitet.    

 

„Intelligente Busse“ durch neue Bordcomputer

Was wird dafür gebraucht? Bordcomputer in  den Bussen und Chipkarten  für  die Schüler. Letztere geben Auskunft über die Wegstrecke  des Schülers von der Schule bis  nach Hause und informieren damit den Busfahrer exakt darüber, welche Schüler er wohin bringen muss. Dieses ist insbesondere für den Rückweg von Bedeutung, da nicht alle Schüler zur gleichen Zeit und überhaupt  den Rückweg antreten.

Für das Projekt, das im Februar 2021 starten soll, beginnt  im August die Ausschreibung. Es besteht im Wesentlichen aus zwei Schritten. Im ersten Projektteil werden alle Busse mit modernster Technik ausgerüstet. Dafür ist die Anschaffung neuer Bordcomputer und Fahrscheindrucker  für 170 Busse in Nordwestmecklenburg  notwendig. Diese machen die Busse sozusagen „intelligent“.

Im 2. Teil wird ein zentrales IT-Hintergrundsystem programmiert, welches für die Schüler mittels der Erfassung über ein E-Ticket, auf dem Schulrückweg eine optimierte und individualisierte Route nach Hause errechnet. Das spart Zeit und Geld!

Gesamtkosten von ca. 2,5 Millionen Euro - jedoch 95prozentige Förderung

Die Gesamtkosten des Projektes betragen für beide Kreise insgesamt ca 2,5 Millionen Euro. Unterstützung kommt dafür vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Das Ministerium fördert das Projekt aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 90 Prozent. Außerdem kommen weitere 5 Prozent aus den Förderfonds der Metropolregion Hamburg. Der Eigenanteil für Nordwestmecklenburg liegt daher bei nur knapp 92 000 Euro und  im Herzogtum Lauenburg bei 30 000 Euro. Die Kosten im Nachbarkreis  fallen niedriger  aus, weil es hier mit dem Projekt OptiWeb bereits ein Projekt gibt und nur noch in das Computerprogramm investiert werden muss.

25 Prozent Einsparungen bei den Fahrkilometern und somit auch beim CO2 stehen  im Nachbarkreis  von Januar bis März beispielsweise zu Buche, wenn die Busse nur die Strecke fahren, die  für die jeweiligen Schüler an Bord notwendig ist. Zudem ist natürlich weniger Fahrzeit erforderlich.

In Nordwestmecklenburg fahren die Schülerbusse übrigens ca.3,3 Millionen  Kilometer pro Jahr  und brauchen dafür ca.1,4 Millionen Liter Diesel. Landrätin Kerstin Weiss und Tino Waldraff, erhoffen sich eine  Einsparung von ca. 20 Prozent.

 

 

© Petra Rappen E-Mail

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