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Fahrradtour im Gedenken an Opfer der "Cap-Arcona"- Katastrophe

09.05.2016
[(c): KSB NWM e.V. (Th. Meyer)] ©KSB NWM e.V. (Th. Meyer)
Kurz vor dem Start der Cap-Arcona-Gedenktour

Mit der 10.Cap-Arcona-Gedenktour von Grevesmühlen nach Groß Schwansee am 7. Mai 2016 gedachten 135 Radfahrer der Todesopfer beim Untergang der KZ-Häftlingsschiffe "Cap Arcona" und "Thielbeck" am 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht. Tausende Häftlinge glaubten nach ihrer Folter im KZ Neuengamme, endlich auf dem Weg in die Freiheit zu sein, als die nicht gekennzeichneten Schiffe von britischen Fliegern bombardiert wurden. Etwa 7000 Menschen ertranken in der Ostsee. Am Strand von Groß Schwansee entstand ein Massengrab für 407 Tote.

 

"Können wir uns heute eine Situation vorstellen, in der man die Freiheit bereits vor Augen hat und dann unter Schmerzensschreien doch sterben muss? Auch wenn die Situationen nicht unmittelbar vergleichbar sind, sind wir doch alle erschüttert vom eiskalten Handeln skrupelloser Schlepperbanden und den unzähligen Flüchtlingsopfern im Mittelmeer. Leider ist auch heute das Leben von Millionen Menschen in der Welt von Krieg und Terror, von Flucht und Vertreibung, von Angst und Hunger bedroht", sagte Landrätin Kerstin Weiss in ihrer Gedenkrede. Daran anknüpfend betonte auch der mehrfache Tourteilnehmer Dr.Günter Möller aus Grevesmühlen, dass es wichtig sei, mit allen Formen des Widerstands heute unseren Beitrag gegen jegliche Gewalt zu leisten.

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