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Frank Wobser aus Warin als Unternehmer des Jahres 2015 geehrt

18.02.2016

Unternehmerempfang des Landkreis auf Schloss Hasenwinkel

Zum diesjährigen Unternehmerempfang des Landkreises mit dem traditionellen Grünkohlessen trafen sich gestern Abend etwa 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung auf den Weg nach Hasenwinkel gemacht, darunter auch Sozialministerin Birgit Hesse und der Wismarer Bürgermeister Thomas Beyer. Am Ende ihrer Laudatio verkündete Landrätin Kerstin Weiss die mit Spannung erwartete Entscheidung.

Frank Wobser von der Horst Jeske Sanitär-und Heizungsbau GmbH in Warin wurde als Unternehmer des Jahres 2015 geehrt. Der Nachfolger von Andreas Paulsen von der gleichnamigen Dachdeckerei in Roggendorf beschäftigt in seinem Unternehmen 130 Mitarbeiter. „Der zu Ehrende besitzt eine beispielhaft ausgeprägte kaufmännische Seele. Zahlen sind seine Leidenschaft. Mit Zahlen operieren und aus Zahlen die richtigen Schlüsse ziehen – das versteht er perfekt“, verkündete die Landrätin in ihrer Laudatio. Zudem würdigte sie seine Leistungskraft und Innovation, sein Engagement und die soziale Kompetenz.

Wirtschaft ist Rückgrat unserer Region und Gesellschaft

Der Dank von Frank Wobser galt vor allem dem Firmengründer Horst Jeske, der ihn entdeckte, förderte und ihn bereits mit 25 Jahren zum Prokuristen der Firma machte. "Schrauben kannst du schon zählen, den Rest bringe ich dir auch noch bei", hatte Horst Jeske damals gesagt. Zudem bedankte sich der ausgezeichnete Unternehmer bei seiner Familie, den Angestellten und den geschäftlichen Partnern.

Der Bürgermeister von Warin, Michael Ankermann, freute sich über die Ehrung eines Unternehmers seiner Stadt. "Wir freuen uns für ihn ganz persönlich, und wir sind uns natürlich bewusst, dass die Horst Jeske Sanitär-und Heizungsbau GmbH eine tragende Säule sowohl in unserer Stadt als auch in unserer Region ist."

"Natürliche Schönheit sowie wirtschaftliche Stärke und Vielseitigkeit charakterisieren eine Region, in der sich nicht nur gut Urlaub machen lässt, sondern in der es sich vor allem auch gut leben, wohnen und arbeiten lässt", so Kerstin Weiss. "Unser Landkreis lag im vergangenen Jahr unter den Landkreisen in M-V wieder an der Spitze bei den gewerblichen Arbeitsplätzen: 45 Betriebe mit jeweils über 50 Mitarbeitern und insgesamt 7539 Beschäftigten setzten von Januar bis November insgesamt 2,4 Milliarden Euro um", betonte die Landrätin. Sie verwies aber auch auf den Fachkräftemangel, den viele Firmenchefs inzwischen als größtes Risiko bezeichnen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie würde immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Hinsichtlich der zu uns kommenden Flüchtlinge meinte Kerstin Weiss, dass diese durch gezielte Investitionen in Sprache, Ausbildung und Qualifizierung – rund die Hälfte der Flüchtlinge ist unter 25 Jahre alt – zu den dringend benötigten Fachkräften von morgen werden könnten. Die Bereitschaft von Unternehmen, zunächst insbesondere Praktikumsplätze als Einstieg in eine Ausbildung oder in ein Arbeitsverhältnis anzubieten, sei sehr zu begrüßen.

Fachkräftemangel als große Herausforderung

"Die Zahlen zeigen es, dass der Kreis Nordwestmecklenburg ein sehr geeigneter Wirtschaftsstandort ist", sagte Gastredner Heinz Thon, Präsident der IHK zu Schwerin. "Unsere aktuelle IHK-Umfrage zeigt, dass in Nordwestmecklenburg mehr als 51 % der Unternehmen ihre derzeitige Lage als gut und 43 ihre Lage als befriedigend bewerten." Er machte zudem deutlich, dass eine aktive Ansiedlungspolitik von größter Wichtigkeit sei. Auch Heinz Thon verwies auf das Problem des Fachkräftemangels.

Für gute Unterhaltung an diesem Abend sorgen neben der Wismarer Band RayD. O. die Schönberger Gymnasiasten Maximilian Lau und Philipp Schulz von der  Gruppe „Pipeguys“, die zeigten, was musikalisch aus sogenannten HT-Rohren herausgeholt werden kann.

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