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Gelungener Start der Wildwochen

Stv. Landrat Mathias Diederich im Kreisagrarmuseum

19.10.2020
Mathias Diederich mit einem mexikanischen Wüstenbussard, Falkner Reinhardt Eggert und Ulf-Peter Schwarz vom Kreisjagdverband ©privat

Am Wochenende war das Kreisagrarmuseum des Landkreises in Dorf Mecklenburg erneut Gastgeber für den Auftakt der jährlichen Wildwochen des Kreisjagdverbandes.
Neben Jagdhornmusik und einem Infomobil des Jagdverbandes, an dem Kindern (und auch ihren Eltern) spannende Fakten rund um die einheimische Fauna beigebracht wurden, ging es natürlich kulinarisch zu: Wild in allen Größen und Zubereitungsformen konnte auf dem Bauernmarkt käuflich erstanden werden. Besonders beliebt dabei: die haltbaren Wurstbaren zum Mitnehmen oder Wildschwein vom Spieß oder als Gulasch direkt zum Verzehr vor Ort. Im Gespräch mit den einheimischen Jägern konnte man sich aber auch schon ein saftiges Stück Wild für den Feiertagsbraten bestellen und sich fachkundig beraten lassen.

Von der Verwaltungsspitze des Landkreises besuchte der Stellvertreter der Landrätin Mathias Diederich die Veranstaltung, zu dessen Fachbereich auch das Sachgebiet Jagd gehört:
„Das Wild, welches Sie während der Wildwochen kosten, kommt hier aus unserem Landkreis, ganz aus der Nähe. Ein echtes regionales Produkt. Die „Nordwestmecklenburger Wildwochen“ offenbaren, was unsere einheimische Natur hier so bietet. Hier erfahren Sie, wie Sie an dieses wunderbare Produkt direkt aus unseren Wäldern kommen.“, so Diederich.

 

Saisonauftakt zur Jagd

Das Fest im Kreisagrarmuseum bildet den Auftakt der Jagdsaison und soll genau darauf aufmerksam machen: dass Wild aus der Region ab jetzt beim lokalen Jäger und den örtlichen Fleischfachhändlern erhältlich ist.

Aber nicht nur das, erklärt Mathias Diederich:
„Die Wildwochen sollen aber auch zeigen, dass Jäger in erster Linie gar keine Fleischbeschaffer sondern vielmehr Landschaftspfleger, Natur- und Tierschützer sind. Die Erwartungen an die Jägerschaft sind groß. Sie reichen von der Minimierung der Wildschäden über einen nachhaltig betriebenen Natur- und Artenschutz bis hin zur Seuchenbekämpfung und zur Wildunfallverhütung. Diese Aufgabe nehmen die mehr als 1000 Jäger in unserem Landkreis verantwortlich wahr und dafür danke ich ihnen. Ihr Tätigwerden zum Erhalt des Gleichgewichts in Tier- und Pflanzenwelt , zur Vermeidung von Krankheiten und deren Verbreitungen kann gar nicht oft genug hervorgehoben werden. Die Aufräumaktionen, Pflanzaktionen für Hecken, Bäume und Büsche, die Rettungsgänge für Kitze während der Erntezeit und die Beteiligung an Dorf- und Stadtfesten sind für das örtliche Zusammenleben von großer Bedeutung. Jagd ist eben doch weit mehr als nur ein Hobby.“ 

Fest war gut besucht

Das Fest im Kreisagrarmuseum war trotz Hygieneauflagen sehr gut besucht und war in jedem Jahr ein Ereignis: Wie spannend Jagd sein kann, war auch in verschiedenen Vorführungen zu erleben. Der Mittelalter-Verein Mecklenburgs Wiege e.V. bot unter anderem Bogenschießen für Kinder an und auch Kürbisschnitzen oder sich mit anderen regionalen Produkten eindecken konnte man: von Honig aus Eigenproduktion über Bauernbrot bis hin zu Likören und Keramik.
Wer es am Wochenende verpasst hat, kann sich weiterhin auf das Wild einstimmen: bis zum 11. Dezember ist im Kreisagrarmuseum die Sonderausstellung  „Gemälde zum Thema Jagd“ zu sehen.

 

© Christoph Wohlleben E-Mail

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