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Jahresempfang 2019 des Landkreises Nordwestmecklenburg

Umweltpreise und Ehrennadeln verliehen

04.09.2019
Jahresempfang 2019 des Landkreises Nordwestmecklenburg

Am Abend des Jahresempfanges des Landkreises auf Schloss Gamehl mit 170 Gästen stand stand vor allem das ehrenamtliche Engagement im Vordergrund. „Jede Demokratie lebt davon, dass es Menschen wie Sie gibt, die sich für andere engagieren, für Angelegenheiten vor Ort in den Städten und Gemeinden, für unser Gemeinwohl. Es ist doch ganz entscheidend, wie das Leben vor Ort stattfindet. Und genau dieses gestalten glücklicherweise viele mit ihrem vielseitigen Engagement. Ehrenamtliches Engagement ist vor allem eine Botschaft: Hier fühlen wir uns wohl, hier möchten wir etwas bewegen, hier möchten wir etwas organisieren und dazu beitragen, dass die  Seele weiterhin gerade hier lächeln kann“, sagte  Kerstin Weiss.

Die Umweltpreise erhielten der Verein „Kastanienhof Bülow e.V. und die Seepferdchenklasse der Evangelischen Schule „Robert Lansemann“ in Wismar für ihr „Antimüllmonsterprojekt“. Der Landkreis würdigt bereits  seit 2009 besonderes Engagement im Natur-und Umweltschutz. „Es ist gut, dass die Politik gerade in jüngster Zeit zunehmend zum Handeln ermahnt wird. Stichwort:  Fridays for future und Greta Thunberg. Diese jungen Menschen haben doch nur einen Wunsch: Handelt endlich – damit wir eine Zukunft haben!“, betonte die Landrätin.

Für ihr besonderes  ehrenamtliches Engagement wurden Hildegard Golla aus Groß Schwansee, Katrin Annegret Wischeropp aus Gressow, Rosemarie Schwank aus Gadebusch, Jürgen Spieß aus Wismar und Manfred Kutz aus Hohenkirchen mit der Ehrennadel des Landkreises ausgezeichnet.

Glückwünsche an die Kommunalpolitiker

In 79 Gemeinden standen am 26.Mai die ehrenamtlichen Bürgermeister zur Wahl. Zudem wurden 61 Kreistagsmitglieder sowie 808 Stadt-und Gemeindevertreter gewählt.  32 Bürgermeister starteten neu in ihr Amt und 47 sind wieder gewählt worden.

„Ich gratuliere allen Gewählten und danke Ihnen, dass sie sich dieser besonderen Verantwortung für die weitere Entwicklung in unserem Landkreis stellen. Gerade Sie als ehrenamtliche Mandatsträger sind die Stimme unserer Demokratie und Sie sind es, die oft auch nach Feierabend im Interesse des Gemeinwohls unterwegs sind. Der Dialog mit unseren Menschen vor Ort, die Bürgernähe, das Zuhören – dies ist ihnen sehr wichtig“, so die Landrätin. Und sie bot die Unterstützung der Kreisverwaltung an:

Eingeladen waren auch viele Vertreterinnen und Vertreter der Freien Träger in unserem Landkreis. „Sie leisten für unsere Menschen in den verschiedensten Lebensbereichen Unschätzbares und sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeinwesens. Gerade auf Ihren Betätigungsfeldern gibt es ein spürbares Miteinander von Haupt-und Ehrenamt. Sie sind für unsere Menschen da und zwar in den verschiedensten Situationen… Sie wirken in Heimen, Tagesstätten, Beratungsstellen, Kindergärten, Schulen, in Wohngruppen für Kinder- und Jugendliche, in Werkstätten für Behinderte, in der Sucht-und Schwangerschaftsberatung, im Rettungsdienst, in der Seniorenbetreuung und Arbeitslosenberatung und, und, und“, schilderte Kerstin Weiss.

Außerdem dankte sie den vielen Vereinen, die in Nordwestmecklenburg mit großer Leidenschaft kulturelle Höhepunkte veranstalten- beispielsweise zu den diesjährigen Stadt-und Gemeindejubiläen wie 800 Jahre Neukloster, Schönberg, Dassow und Neuburg sowie 825 Jahre Roggendorf und Teschow.

Der Jugendumweltpreis ging an die Seepferdchenklasse der Evangelischen Schule „Robert Lansemann“ in Wismar. Mit ihrem „Antimüllmonsterprojekt“ siegten sie inzwischen im bundesweiten Umweltschutz-Wettbewerb „Energiesparmeister“ und halten Vorträge in anderen Klassen. Auch an anderen Schulen würden sie das machen.

Eine Ehrennadel für Hildegard Golla aus Groß Schwansee, engagierte Leiterin des Chores des Seniorenvereins „Klützer Winkel“ e.V.

Musik verbindet und führt zusammen. Jedoch- vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Und mit freundlicher Strenge und Konsequenz trainiert und fordert die Chorleiterin ihre 28 Mitglieder umfassende Mannschaft, achtet auf Stimmbildung und Klang, sorgt sich um das entsprechende Repertoire bei den jeweiligen Auftritten“, würdigt Kreistagspräsident Klaus Becker in seiner Laudatio.

Eine Ehrennadel für Jürgen Spieß aus Wismar für seine Verdienste im Boxen

Ein Herzensanliegen ist ihm die Nachwuchsarbeit. Unabhängig davon, welchen familiären Hintergrund die Kinder haben, eine sinnvolle Freizeitgestaltung und ein friedliches Nebeneinander stehen immer im Vordergrund“, betont Landrätin Kerstin Weiss in ihrer Laudatio.

Eine Ehrennadel für Rosemarie Schwank aus Gadebusch für ihr besonderes Engagement in der Flüchtlingshilfe

„Im April 2015 begann sie, acht afghanische, zwei mazedonische sowie einen serbischen Staatsbürger an jeweils zwei Tagen in der Woche in der deutschen Sprache zu unterrichten. Dann kamen sukzessiv auch Flüchtlinge aus Syrien hinzu. Aus zwei Unterrichtstagen wurden drei und zuletzt unterrichtete sie von montags bis freitags…“, beschreibt Kreistagspräsident Klaus Becker in seiner Laudatio das besondere Engagement. Der Unterricht fand im Sitzungssaal des Rathauses statt, welches die Lehrgangsteilnehmer auch mit Arbeitsmaterialien und Getränken versorgte.

Eine Ehrennadel für  Manfred Kutz aus Hohenkirchen für sein vielseitiges Engagement in der Gemeinde

Neben der plattdeutschen Sprache begeistert ihn die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns und im Speziellen die seiner Heimatgemeinde. Liebevoll sammelt er alte Dokumente, Fotografien, Artikel und vieles mehr. In Gesprächen lässt er Interessierte an der Historie seiner Umgebung teilhaben. Aus diesen Gesprächen erwachsen oft neue Ideen…“, würdigt Landrätin Kerstin Weiss das überdurchschnittliche Engagement.

Eine Ehrennadel für Katrin Annegret Wischeropp aus Gressow für ihr Engagement in der Kirchengemeinde

Sie gründete einen Kinder- und Erwachsenenchor. Die gemeinsamen Auftritte beider Chöre  sind äußerst beliebt. Sie bietet musikalische Früherziehung und leitet eine Flötengruppe. Kinder im Alter bis zu vier Jahren heißt sie mit ihren Eltern im Mini-Klub willkommen, die etwas älteren treffen sich zum Kindertreff. Sie organisiert 14-tägige Kindergottesdienste und als Leiterin des Gottesdienstteams einmal im Monat einen Familiengottesdienst.

 

 

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