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Kreisseniorenbeirat plant das „Danach“

Im Kreis des Vorstandes setzt das Gremium seine Arbeit fort

30.06.2020
Im Garten der Vorsitzenden Karin Lechner (mitte) können Abstände eingehalten werden. Noch im Bild von Links: Hans-Jürgen Vitense (1. stv. Vors.), Elli Brusch (Gast), Brigitta Hilscher (2. stv. Vors.) und Dorina Klabunde (Beisitzerin). ©Landkreis NWM

 

So ganz eingestellt hat der Kreisseniorenbeirat seine Arbeit auch während des Anfangs der Corona-Krise nie – das schrieb Vorsitzende Karin Lechner bereits in einem offenen Brief im April-Nordwestblick an Beiratsmitglieder und Senioren im Kreis.
Per Telefon gingen die Beratungen weiter und die Vorsitzende verschickte monatliche Updates. Dennoch ist viel auf der Strecke geblieben – so musste zum Beispiel die große Mitgliederversammlung am 16. März ausfallen und kann auf absehbare Zeit auch nicht nachgeholt werden. Denn alle Mitglieder des Seniorenbeirats sind ja schon aufgrund ihres Alters per Definition Teil der Risikogruppe.
Im kleinen Kreis des Vorstandes traf man sich nun Mitte Juni im großen Garten der Vorsitzenden Karin Lechner, um das weitere Vorgehen zu beraten. Als Gast war als Mitglied und Vors. Des Seniorenbeirats Gadebusch Elli Brusch zugegen.

Viele Projekte verspätet

„Anfang des Jahres waren wir zum Beispiel mit der Nachbarschaftshilfe auf einem guten Weg. Die dafür nötigen Kurse sind dafür nun aber nur mit weniger Teilnehmern machbar und deshalb auf noch längere Sicht ausgebucht, als sowieso schon.“, beschreibt Lechner den Stand eines Projektes: „Das wird viel Zeit kosten. In der Zwischenzeit organisieren wir über unser Netzwerk aber schon Menschen, die anfangen zu helfen. Auch mit den Tafeln haben wir viel geschafft – dort sucht man aber nun dringend nach weiteren ehrenamtlichen Fahrern.“

Ersatz für "Silver Surfer"

Ein weiteres Thema konnte dann direkt vor Ort im naheliegenden Filmbüro MV besprochen. Über das Programm „Silver Surfer“ lernten dort bis Ende 2019 Senioren den Umgang mit Internet, Tablet und Smartphone – derzeit liegt das Programm aber nicht nur wegen Corona brach.
Mit Filmbüro-Leiterin Sabine Matthiesen besprachen die Vorstandsmitglieder, wie man alternative Angebote schaffen kann. Darin hat das Filmbüro bereits Erfahrung, nicht nur durch die Silver Surfer… während des „Lockdowns“ bot man dort auch telefonische Beratung für Senioren an, damit diese zum Beispiel den Videochat mit den Enkeln zum Laufen bekamen.
„Wir haben hier einen tollen Stützpunkt für die Medienkompetenz in allen Altersklassen. Das muss auch für Senioren genutzt werden.“, so Sabine Matthiesen.
Schnell einigte man sich: unabhängig vom Programm soll es möglichst bald auch wieder richtige Kursangebote geben. Wie und in welcher Form, werden Sie dann unter anderem im Nordwestblick erfahren. Bis dahin werden zwischen Vorstand und Filmbüro aber noch einige Emails hin und her schwirren.

 

© Christoph Wohlleben E-Mail

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