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Landrätin dankt Mitarbeitern an Abstrichzentren

In dieser Woche schlossen die Abstrichzentren des DRK und von Sana - Landrätin Kerstin Weiss bedankte sich mit Präsenten

30.06.2020
Landkrätin Kerstin Weiss überbrachte einen Präsentkorb, den am Sana Marion Dunkelmann in Empfang nahm ©Landkreis NWM

Mitte März wurden auf Bitten des Landes auch in Nordwestmecklenburg zwei Abstrichzentren eingerichtet. Die Zentren boten zentrale Anlaufpunkte für die Durchführung von Tests auf Infektionen mit dem CoVid-19-Virus und entlasteten so auch die Hausarztpraxen. Bei diesen herrschte gerade in der Anfangsphase Verunsicherung, wenn es um Testungen in der eigenen Praxis ging. Längst nicht jeder Mediziner war bereit, diese durchzuführen.
Der Landkreis nahm damals mit möglichen Betreibern Kontakt auf. Das Sana-Hanse-Klinikum Wismar und der DRK-Kreisverband waren sofort bereit, freiwillig und unbürokratisch zu helfen.
Ein Abstrichzentrum wurde direkt am Sana-Klinikum eingerichtet und das DRK baute neben einem Container ein Zelt und Absperrungen auf dem Parkplatz der Malzfabrik in Grevesmühlen auf. Unter „Vollschutz“, also mit Maske, Gesichtsschutz und Schutzanzug, konnten Mitarbeiter hier die Testungen durchführen – in Grevesmühlen sogar als „Drive-In“, bei dem die Patienten nicht mal aus dem Auto steigen mussten.
Dort arbeiteten Mitarbeiter des DRK NWM genauso wie Freiwillige mit medizinischem Hintergrund, wie zum Beispiel Thoralf Herzog oder der Medizinstudent Peter Handschak, der sich nun wieder voll auf sein Studium konzentrieren kann. Beide Männer teilten sich die Leitung des Teams vor Ort . 

 

Große Hilfsbereitschaft

„Die Hilfsbereitschaft war überwältigend.“, so Landrätin Kerstin Weiss: „Trotz aller Verunsicherung zum Anfang der Corona-Pandemie meldeten sich Menschen bei uns und den Trägern und fragten, wie sie unterstützen können.“
Gerade am Anfang war der Bedarf an Testungen groß. Bis zum 5. April waren bereits 1.171 Tests durchgeführt worden. Auch in den Folgewochen waren es meistens zwischen 100 und 200 pro Woche – erst Ende Mai/Anfang Juni flaute das Geschehen zusehends ab und die Zentren reduzierten ihre Öffnungszeiten.

In der ersten Juli-Woche stellten nun die Testzentren ihren Betrieb auf Wunsch des Landes vorläufig ein. Landrätin Kerstin Weiss schaute an beiden Standorten persönlich vorbei, um sich mit kleinen Präsenten und Blumen bei den Teams zu bedanken.
In Wismar nahm Pflegedirektorin Maria Dunkelmann den Präsentkorb und den Blumenstrauß im Foyer des Krankenhauses entgegen, stellvertretend für die zeitweise 38 Mitarbeiter, die im Schichtdienst im Testzentrum mitgearbeitet hatten. Auch das auf freiwilliger Basis, wie Frau Dunkelmann betonte: „Als es losgehen sollte, haben sich sofort Kollegen bereiterklärt.“
Diese mussten wir dann natürlich aus ihren üblichen Schichten aus den Stationen herausplanen, was auch von allen Kollegen ohne Probleme akzeptiert wurde.“
Wie am Testzentrum so herrschen im ganzen Krankenhaus strenge Hygieneregeln: Niemand kommt ohne Mundschutz und Registrierung ins Haus. Es wird streng nach Besuchern und Patienten getrennt.

Für den Notfall bereit

„Wir können das Testzentrum jederzeit wieder öffnen, sollte das nötig sein.“, so Frau Dunkelmann: „Material und Personal dafür halten wir weiterhin vor.“
In den letzten Wochen war das Infektionsgeschehen in Nordwestmecklenburg vorerst zum Stillstand gekommen: Seit dem 18. Mai verzeichnete das Gesundheitsamt nur eine einzige Neuinfektion (Stand 29.6.).
Insgesamt wurde bis Ende Juni rund 2500 Mal getestet – knapp 100 Mal vom Gesundheitsamt selbst. Den Hauptteil erledigte Wismar mit ca. 1620 Test – an der Malzfabrik wurden knapp 750 Menschen getestet.
„Wir hoffen alle, dass die zweite Welle in Nordwestmecklenburg ausbleibt, aber das hängt auch davon ab, wie gut sich die Menschen weiter an Abstandsregeln, Hygienevorgaben und die Mundschutzempfehlung halten.“, so Landrätin Kerstin Weiss. „Niemand sollte sich einbilden, das Virus sei besiegt. Deshalb ist es beruhigend zu wissen, dass wir mit dem DRK und Sana so verlässliche Partner im Landkreis haben.“

 

© Christoph Wohlleben E-Mail

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