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Masken für Pflegepatienten

Die Kreisverwaltung gibt überschüssige Alltagsmasken an Pflegedienste weiter

30.04.2020
Abstand halten: (von links): Propst Marcus Antonioli und Landrätin Kerstin Weiss übergaben 135 Masken an den Pflegedienst von Rudi Volk und eine direkt an Günther Thrun. ©Landkreis NWM

Am Mittwoch konnte Landrätin Kerstin Weiss die erste Charge Alltagsmasken an den Pflegedienst RVD-Pflege von Rudi und David Volk übergeben.
Die Alltagsmasken wurden von Gemeindemitgliedern des evangelischen Kirchenkreises Mecklenburg genäht, um einem Mangel vorzubeugen: Das Land MV hatte zugesagt, eine Lieferung Alltagsmasken zu senden, die unter anderem im ÖPNV dringend gebraucht wurden. Um vorzubeugen, sollte diese Lieferung nicht eintreffen, nahm die Kreisverwaltung das Angebot von Propst Marcus Antonioli an. Dieser lieferte fast 1.000 Alltagsmasken als „Sicherheitsreserve“. Natürlich nicht umsonst – von dem bezahlten Geld kann nun weiteres Material für die ehrenamtlichen Maskennäher und –Näherinnen in den Gemeinden beschafft werden.
Aber die Masken-Lieferung vom Land traf ein und NAHBUS konnte aus dieser mit Alltagsmasken ausgestattet werden.

Masken für Spaziergang und Besuche

Die Masken des Kirchenkreises sollen nun einem anderen Zweck zugeführt werden. Landrätin Kerstin Weiss:
„Nachdem die Lieferung vom Land dann eintraf, stellten wir uns die Frage: Was machen wir jetzt mit den mit viel Fleiß und ehrenamtlich produzierten Masken von Propst Antonioli? Wir haben nach haben nach einem sinnvollen Einsatz gesucht.
Dann kam die Idee, sie Pflegediensten zur Verfügung zu stellen. Und zwar nicht den Pflegekräften, sondern den zu pflegenden Personen, die oft auch nicht in der Lage sind sich selber welche zu besorgen.“

Die Hilfe wurde gerne angenommen, schildert Pflegedienst-Leiter Rudi Volk, der die ersten 135 Masken entgegennehmen konnte: „Unser Pflegekräfte selbst sind gut mit medizinischen Masken versorgt, die den höheren Anforderungen für Pflegekräfte entsprechen. Aber so können wir auch unsere Patienten mit Alltagsmasken ausstatten. Schließlich gehen wir mit den Betreuten auch mal spazieren oder Verbringen während der Betreuung ein wenig Zeit mit ihnen.“

"Ich will noch 100 werden"

Übergeben wurden die Masken bei Günther Thrun in Grevesmühlen, lange Jahre ein bekannter Name im örtlichen Fußball. Er freute sich über den kurzen Besuch und die Ausstattung: „Das muss jetzt sein, um die Gesundheit zu schützen.“, so Thrun: „Die Leute müssen jetzt auf ihre Gesundheit achten und auf die anderer. Ich will schließlich noch 100 werden.“

Auch Propst Marcus Antonioli freut sich, dass die Masken nun einem guten Zweck zugeführt werden, wie so viele, die schon in den Gemeinden genäht wurden:
„Auf Gemeindeebene passiert gerade sehr viel. Dort hat die Versorgung durch ehrenamtliche Helfer von Anfang an gut funktioniert – gerade als es die Alltagsmasken noch nicht überall zu kaufen gab, war das wichtig. Außerdem werden Einkaufshilfen und viele weitere Aktionen organisiert.“

Kirchenkreis hilft vielfältig

So riefen Kirchenkreis und Landkreis bereits Anfang April eine Aktion aus, die Menschen bei der Grundversorgung helfen sollte: Pastorin Maria Harder aus Grevesmühlen und Pastor Andreas Kuhnert aus Warin fungierten als Sammelstelle für Adressen von Menschen, die auf eine Versorgung mit Lebensmitteln angewiesen waren, weil sie nicht selbst einkaufen gehen konnten und keine Helfer im Umfeld hatten.

Landrätin Kerstin Weiss ist ebenfalls vom Einsatz des Kirchenkreises begeistert:
„Ich finde es toll, dass sich die Gemeinden so engagieren. Die ehrenamtliche Arbeit und Nachbarschaftshilfe, die dort geleistet wird, ist gerade jetzt in der Corona-Krise sehr wichtig, um Menschen direkt vor Ort zu helfen. Ein großes Dankeschön an den evangelischen Kirchenkreis.“

Abfragen bei weiteren Pflegediensten laufen bereits, um auch die restlichen Alltagsmasken dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden.

© Christoph Wohlleben E-Mail

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