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Narzissen am Dassower See

Gelber Blütenteppich seit mehr als 100 Jahren

11.05.2018
Narzissen am Dassower See
©Erich Steffen

Eine kleine kulturlandschaftliche Besonderheit ist alljährlich am Rande des Naturschutzgebietes „Uferzone Dassower See“ bei Benckendorf zu entdecken: „Tolöschen“, so der traditionelle lokale Name (wahrscheinlich als mundartliche Abwandlung der alten Bezeichnung Till-Öschen), besser bekannt auch als Osterglocke oder Gelbe Narzisse.

Seit mehr als 100 Jahren ist dieses Vorkommen der Überlieferung nach mindestens vorhanden, möglicherweise aber auch noch deutlich länger. Die Frühjahrsblüher wurden hier ursprünglich als Zierpflanzen außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes der Wildform (südliches und westliches Europa) angepflanzt. Sie verwilderten und bilden nun im Frühjahr regelmäßig einen Blütenteppich: ein anmutiges und im Hinblick auf den langen Zeitraum seltenes „Kulturlandschaftsrelikt“, das in dieser Form auch gesetzlich geschützt ist.

Fotografiert und hierzu recherchiert hat Erich Steffen aus Benckendorf, der das angrenzende Naturschutzgebiet als Naturschutzwart ehrenamtlich betreut.

 

 

© Petra Rappen E-Mail

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