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Neue Dauerausstellung im GRENZHUS in Schlagsdorf

„Eingrenzen und Ausgrenzen. Die Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe“

06.08.2018
v.l.n.r.: Dr. Anna Kaminsky, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung M-V, Birgit Hess, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V, Dr. Erik Gurgsdies-Meister, Trägerverein Politische Memoriale e.V., Landrätin Kerstin Weiss und Anne Drescher, Landesbeauftragte M-V für Stasiunterlagen

Ein Kulturleuchtturm der Erinnerungen

„Das GRENZHUS Schlagsdorf ist ein Museum gegen das Vergessen. Es ist offen für Erinnerungen. Es ist ein Museum, dessen Ausstellung sich dem Leben an der innerdeutschen Grenze von 1945 bis zur Wende widmet. Auch 28 Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Erhaltung und Stärkung dieser Einrichtung insbesondere zur Wissensvermittlung an zukünftige Generationen immer noch sehr wichtig. Sie kennen die DDR und die Grenze nicht mehr aus eigenem Erleben. Deshalb soll das GRENZHUS neugierig machen auf eine Vergangenheit, die das Leben ihrer Eltern und Großeltern stark beeinflusste. Aber die Dauerausstellung ist nicht nur für die Menschen der Region wichtig, sondern insbesondere auch für den innerdeutschen und europäischen Gedankenaustausch“ betonte Landrätin Kerstin Weiss anlässlich der Wiedereröffnung, an der auch  Kultusminsterin Birgit Hesse und Kreistagspräsident Klaus  Becker teilnahmen.

Barrierefreiheit

Das Museum ist jetzt barrierefrei, und die Ausstellung hat ein neues Format. Sie gliedert sich in vier Themenbereiche: „Alltagsleben im Grenzraum“, „Grenze und Machtsicherung – wie durchlässig war die innerdeutsche Grenze?“, „Grenzöffnung“ sowie „Natur  und innerdeutsche Grenze“.

Dialog der Generationen

Beispielsweise wird ein Dialog von Jung und Alt zum Thema Grenze erlebbar und es gibt bewegende Geschichten - so die einer deutsch-deutschen Liebesbeziehung.

Vierzig Jahre lang verlief mitten durch den Schaalsee die innerdeutsche Grenze. Die unüberwindbare Barriere auf ostdeutscher Seite aus Stacheldraht und Minen trennte die Menschen.

Mauerbau und Mauerfall sind nicht nur prägende Ereignisse der deutschen Geschichte. Sie haben vor allem das Leben vieler Menschen in Ost und West nachhaltig beeinflusst. Das Erinnern als Mahnung an diese Zeit, an das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze, aber auch an das tödliche Grenzregime ist eine Aufgabe, der sich das GRENZHUS widmet.

Auszeichnung durch den Landkreis

Für die Landrätin ist das GRENZHUS ein sogenannter „Kulturleuchtturm“. „Seit dem Jahr 2010 ist es eine schöne Tradition im Landkreis geworden, den Titel „Kulturleuchtturm“ mit  einem Geschenk zu begleiten“, so  Kerstin Weiss.

Sie überreichte das Geschenk, handgefertigt aus Keramik, an den Leiter des Museums, Dr. Andreas Wagner und  den Vorsitzenden des Trägervereins  Politische Memoriale e.V. Dr. Gurgsdies-Meister.

Zudem übergab sie eine Förderung von 1 500 Euro als Wertschätzung der Arbeit für das GRENZHUS.

www.grenzhus.de

© Wiebke Reichenbach E-Mail

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