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Tag des offenen Denkmals am 8. September 2019

Eröffnung der Landrätin im Dassower Speicher

12.08.2019
Alter Speicher Dassow [(c): Dagmar Rickmann]
Alter Speicher Dassow [(c): Dagmar Rickmann]

TAG DES OFFENEN DENKMALS

Bereits zum 26.Mal öffnen Denkmalbegeisterte von 10 bis 18 Uhr eintrittsfrei die Türen ihrer historischen Stätten, um Interessierte zu empfangen, ihre Fragen zu beantworten und für unser kulturelles Erbe zu sensibilisieren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz lädt bundesweit traditionell am zweiten Septembersonntag ein unter dem Motto: Modern( e ): Umbrüche in Kunst und Architektur. Landrätin Kerstin Weiss wird den Tag des offenen Denkmals 2019 im Speicher Dassow um 10:00 Uhr öffnen.

Das Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus“ nimmt den diesjährigen Denkmaltag zum Anlass, Umbrüche in Kunst und Architektur in den Vordergrund zu stellen, altbekannte Denkmale unter einem neuen Blickwinkel zu erkunden. Entdecken auch Sie Umbrüche in den Denkmalen unseres Landkreises und spüren Sie auf, zu welcher Zeit Denkmale modern waren und woran man erkennen kann, dass auch sie Zeitzeugen von Umbrüchen sind.

Im Landkreis laden Städte, Gemeinden, Denkmaleigentümer, Vereine und ehrenamtlich Tätige zu einer Entdeckungsreise in ausgewählte Objekte ein. Die Besucher erwarten Führungen, kulturelle und kulinarische Angebote.

Speicher in Dassow

10 Uhr Eröffnungsveranstaltung des Landkreises Nordwestmecklenburg mit musikalischem Programm, Baustellenführung nach Bedarf.

Der Speicher in Dassow ist auf Grund seiner Lage an der Stepenitz, im Mündungsbereich des Dassower Sees und am westlichen Ortseingang, stadtbildprägend. 1861 durch den Kaufmann C. Callies erbaut, stellt der dreieinhalbgeschossige Holzskelettbau mit aufwendig gestalteter Backsteinfassade nicht nur ein bau- sondern vor allem ein wirtschaftsgeschichtliches Zeugnis dar, welches die Stadt Dassow als Handelsort belegt. Seine unverfälscht erhaltene und qualitätsvolle Bauweise und Gestaltung hebt den Speicher über zeitgleich errichtete Lagergebäude hervor. Am Erhalt und der zukünftigen Nutzung als Wohn- und Geschäftshaus besteht nicht nur aus städtebaulichen Gründen ein großes Interesse. Mit viel Engagement, Fachkunde, finanzieller Unterstützung und dem Zuspruch der Dassower Bürger wird der Speicher seit Jahren von den Eigentümern erhalten, behutsam umgebaut und modernisiert. Wandel und Erhalt eines Baudenkmals durch ein neues Nutzungskonzept und dessen Anforderung an modernes zeitgemäßes Wohnen werden an diesem Beispiel in gelungener Art und Weise anschaulich.

Gutshaus Ganzow

Das 1755 errichtete Herrenhaus ist die größte Dreiflügelanlage in Fachwerkbauweise im ländlichen Raum Mecklenburg Vorpommerns. Die beiden Eigentümer Jan Träbing und Sönke Borgwardt führen durch Haus und Park um 14.30 und um 15.30 Uhr. Dieses Jahr richtet sich das besondere Augenmerk auf den in Bau befindlichen 10 m langen und 3m hohen dachseitigen Dreiecksgiebel in Fachwerkbauweise in der Vorderfront. Dessen Errichtung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert und stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinungsbildes des Denkmals dar.

17.30 Uhr Konzert im Gartensaal. Auf dem Programm stehen Volkslieder. Andrea Stadel (Sopran) und Jan Träbing (Bariton) werden von Jan Ernst am Flügel begleitet. Eine Platzreservierung (gutshaus-ganzow@web.de / 03886 38 49 051) ist erforderlich.

Gadebusch Renaissanceschloss

Erbaut um 1571-1573, Fürstensitz Johann Albrecht II. bis 1620 und danach Sitz des Amtsgerichtes, Umbau um 1903 mit neuer Fassung der Fassaden und Terrakotten, spätere Nutzungen u.a. als Internat, 2019 Anerkennung als Denkmal von nationaler Bedeutung.

Geöffnet 10-16 Uhr, Baustellenführung nach Offenlegung historischer Funde ab 10 Uhr und nach Bedarf.

Gadebusch Aulagebäude auf dem Schlossberg

Erbaut als Schulergänzungsbau 1963 für die Erweiterte Oberschule in Gadebusch vom ortsansässigen Architekten Wolfgang Matzke. Moderne Baukultur der Nachkriegszeit und fast vollständig im Originalzustand erhalten, 10-16 Uhr, Baustellenführung nach Bedarf.  

Gadebusch, Wohnhaus, Wollbrügger Straße 12

Fachwerkgebäude des 18. Jh., welches durch Umbauten und baulichen Ergänzungen von Hof- und Nebengebäude aus verschiedenen Epochen zur Zeit umfassend, unter Anwendung modernster Materialien und Techniken für eine Wohn- und Ateliernutzung umgebaut und modernisiert wird, 10-16 Uhr, Baustellenführungen.

Hörspielscheune, Backhaus und Kirche Cramon

Von der Scheune für Tiere und landwirtschaftliche Vorräte bis zur heutigen Begegnungs- und Kulturstätte für die Einwohner im Stepenitztal...11 Uhr Andacht und Musik in der Kirche, 14.30 Uhr Landchor Brüsewitz und Jagdhorngruppe Brüsewitz, Kunst in der Scheune,

Essen und Trinken ab 12 Uhr, Brot aus dem Backofen ab 15 Uhr. 

Klein Trebbow Teehaus im Park der ehemaligen Gutsanlage

Denkmalgeschützter Landschaftspark des 19. Jh.,welcher als Teil einer Gutsanlage erhalten und unter Rekonstruktion alter Wegebeziehungen und Sichtachsen im Umfeld sozialer Einrichtungen neu gestaltet wird. 15 Uhr Vortrag Parkkonzept „Sanierung und Erhaltung des Landschaftspark Klein Trebbow als Gartenkunstwerk“  Teehaus.

Ausstellung des Parkkonzeptes 10-18 Uhr. 

Klützer Mühle

Die Galerie-Holländer-Mühle in Klütz wurde um 1902-1904 als Kornmühle erbaut, zu DDR- Zeiten zu gastronomischen Zwecken umgebaut, in den vergangenen Jahren mit neuem Nutzungskonzept modernisiert, Besichtigung 10-18 Uhr.

Geöffnet sind zudem Schloss und Park Bothmer in Klütz mit freiem Museumseintritt Führungen um 11, 12 und 14 Uhr , Führungen im Küchengarten 13 und 15 Uhr, Apfelschau und –verkostung, Schloss Willigrad, die Stadt- und Dorfkirchen und das Zisterzienserinnenkloster St. Maria im Sonnenkamp Neukloster. Anmeldungen von Denkmalen sind unter www.tag-des-offenen-denkmals.de auch weiterhin möglich.

Info:

Sie finden die tagaktuelle Liste der teilnehmenden Denkmale im Internet unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de und/ oder mit Hilfe des QR-Codes auf den Aushängen.

Foto: Alter Speicher Dassow nach der Sanierung ©Dagmar Rieckmann

 

 

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