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Unfallkommission NWM beschließt Maßnahmen

Zweimal jährlich wird über Verkehrssicherheit beraten

18.06.2020
Von Links: Thomas Huschka-Kössler von der PI Wismar, Kommissionsvors. und Leiter des Sachgebiets Straßenverkehrsordnung Peter Barkowski, Fachdienstleiter Ordnung, Sicherheit und Straßenverkehr Hans-Martin Helbig und Fachbereichsleiter und 1. Stellvertreter der Landrätin  Mathias Diederich. ©Landkreis Nordwestmecklenburg

Am 17. Juni tagte in der Malzfabrik die Unfallkommission des Landkreises Nordwestmecklenburg. Die Kommission kommt zweimal Jährlich zusammen und analysiert besonders auffällige Bereiche des Straßennetzes im Landkreis anhand der Unfallstatistik.
Für Stellen wo es besonders oft kracht, werden nach Auswertung der Unfallursachen gezielte Maßnahmen zur Entschärfung festgelegt.
Außerdem werden bereits umgesetzte Maßnahmen aus früheren Sitzungen anhand der Statistik auf ihre Wirksamkeit überprüft und notfalls weitere Schritt eingeleitet.

So wurde in der letzten Sitzung auch die Strecke der B208 zwischen dem Abzweig Dechow bis zur Landesgrenze nach Schleswig-Holstein beraten. Hier gab es in der jüngeren Vergangenheit zwei schwere Unfälle mit schwerverletzten Personen. In beiden Fällen kamen die Fahrzeugführer von der Fahrbahn ab und kollidierten mit Alleebäumen. Um solch schwere Unfälle zukünftig zu verhindern, wurde die Installation von Schutzplanken beschlossen. Das ausführende Straßenbauamt Schwerin wird die Maßnahme schnellstmöglich umsetzen.

Kontinuierliche Arbeit lohnt sich

Die Anzahl verunglückter Verkehrsteilnehmer ist im Landkreis in den vergangenen zwanzig Jahren deutlich zurückgegangen. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Nordwestmecklenburg viele erfolgreiche Maßnahmen zur Reduzierung von Unfällen festgelegt und umgesetzt habe, resümierte ihr Vorsitzender, Peter Barkowski, auf der Sitzung am 17.06.2020. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist im Jahr 2019 leicht auf rund 5.500 angestiegen, nach 5.390 Unfällen im Vorjahr. Die Zahl der Verunglückten ist dabei aber ebenfalls leicht von 752 auf 742 Personen gesunken. Das heißt, dass bei den Unfällen weniger Menschen verletzt und getötet worden sind.

Der Unfallkommission gehören Vertreter der Polizeiinspektion Wismar, des Straßenbauamtes Schwerin sowie Verkehrsexperten der Kreisverwaltung an. Die Kommission analysiert Bereiche im Landkreis, an denen es zu auffälligen Häufungen von Unfällen kommt und beschließt Maßnahmen um unfallbegünstigenden Besonderheiten zu entschärfen.

Der 1. Stellvertreter der Landrätin des Landkreises Nordwestmecklenburg, Mathias Diederich, dankte den Mitgliedern der Unfallkommission für ihre Arbeit. „Die Mitglieder der Unfallkommission arbeiten eng zusammen, um die Verkehrssicherheit im Landkreis zu erhöhen. Der Erfolg zeigt sich auch an der Anzahl der Unfallhäufungsstellen. Hatte die Unfallkommission 2016 noch 24 Unfallhäufungsstellen im Landkreis zu beraten, waren es in der letzten Sitzung am 17.06.2020 nur 17 auffällige Bereiche – trotz deutlich höherer Verkehrsströme.“

© Christoph Wohlleben E-Mail

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