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Verein SchuLZ e.V. übernimmt dezentrale Betreuung von Asylbewerbern

11.03.2016
[(c): LK NWM] ©LK NWM
Während der Vertragsunterzeichnung über die soziale Betreuung von dezentral untergebrachten Asylbewerbern: Falk Koop, Vorsitzender des SchuLZ e.V. und Landrätin Kerstin Weiss sowie Reinhard Bohm, stellvertretender Vereinsvorsitzender und Mathias Diederich, 1.Stellvertreter der Landrätin(2.R.r.).

Leistungen für die dezentrale Betreuung von Asylbewerbern in Nordwestmecklenburg an den Verein SchuLZ e.V. vergeben. Der Landkreis hat als einzige Gebietskörperschaft in M-V die Betreuung der dezentral untergebrachten Asylbewerber versucht, in eigener Trägerschaft zu realisieren.

Nachdem mehrere Versuche, am freien Arbeitsmarkt ausreichend geeignete Sozialarbeiter/innen hierfür zu finden, gescheitert waren, dazu durchgerungen, diese Aufgabe an freie Träger zu übergeben. Dies auch vor dem Hintergrund, dass freie Träger sehr viel flexibler auf neue Herausforderungen und Anforderungen reagieren können als das es die öffentliche Hand in Personalfragen oft tun kann.

So unterzeichneten Landrätin Kerstin Weiss und der 1. Vorsitzende des Vereins SchuLZ e.V., Falk Koop, in dieser Woche die Verträge über die soziale Betreuung von dezentral untergebrachten Asylbewerbern im Landkreis Nordwestmecklenburg. Der erste Vertrag gilt seit dem 8. Märzfür die Ämter Neukloster-Warin, Neuburg und die amtsfreie Gemeinde Ostseebad Insel Poel. Ein weiterer Vertrag beginnt am 1. Juli 2016 für die Stadt Grevesmühlen und die Ämter Grevesmühlen-Land, Schönberger Land, Klützer Winkel sowie Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, da hierfür am 30. Juni 2016 der zurzeit noch laufende Vertrag im Rahmen einer Zwischenlösung endet.

Damit wurden im Ergebnis eines Ausschreibungsverfahrens, dem ein Interessenbekundungsverfahren vorgeschaltet war, die Verträge jeweils für ein Jahr mit dem Verein SchuLZ e.V. in Wismar und Träger der Aidshilfe Westmecklenburg abgeschlossen. Mit dem Projekt "Mobiler Integrationsdienst in Nordwestmecklenburg" übernimmt genannter Verein insgesamt die Betreuung von derzeit 750 Asylbewerbern. Seit dem 8. März 2016 sind über diesen Träger elf Mitarbeiter hauptamtlich in diesem Bereich tätig – darunter zwei Sozialpädagogen, zwei Sozialarbeiter, ein Erzieher und sechs Sozialbetreuer. Ein weiterer Sozialarbeiter sowie ein Erzieher werden zum 1. April 2016 ihre Arbeit aufnehmen.

Für den Bereich der Ämter Gadebusch, Rehna und Lützow-Lübstorf muss die Ausschreibung wiederholt werden, da der Verein SchuLZ e.V. von der vorgesehenen Vergabe an ihn zurückgetreten ist. Er ist der Meinung, dass ein zweiter Träger für diese Betreuungsaufgabe sinnvoll und bereichernd für die gemeinsame Arbeit ist. Außerdem wird es auch für den Verein Schulz e.V. schwierig, auf genügend eigene oder noch zu akquirierende Mitarbeiter zurückzugreifen.

Die Verträge beinhalten im Wesentlichen die individuelle Betreuung und Beratung, insbesondere Maßnahmen zur Unterstützung von Familien, Kindern und Jugendlichen. Ferner finden Vernetzungen und Kooperationen mit ehrenamtlich Tätigen, Vereinen, Netzwerkpartnern, Bürgerinitiativen, Wohnungsunternehmen, Privatvermietern, Bürgermeistern der Gemeinden, Ämtern und dem Landkreis Nordwestmecklenburg statt, um somit Transparenz und Synergieeffekte zu schaffen.

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