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Verwaltung soll digital lernen

Mitarbeiter der Kreisverwaltung können sich digital weiterbilden

30.06.2020
Verwaltung soll digital lernen

Nicht nur im Bereich Schule und nicht erst seit diesem Jahr ist das Thema Online-Bildung zunehmend im Fokus:
Ohne Computer geht in den meisten Amtsstuben nichts mehr: Immer mehr Prozesse werden digitalisiert und am Computer erledigt und auch für bestehende Fachanwendungen brauchen Mitarbeiter nach einem Update oft eine Weiterbildung. Hinzu kommen neue Kollegen, die schnell eine Einweisung brauchen, um effektiv arbeiten zu können. Das bedeutet viele Menschen, viele Schulungsstunden, hohe Kosten.
An das Geodatenzentrum des Landkreis sind über das so genannte Geo-CMS allein im Bereich des KGIS mehr als 1.500 Menschen als Nutzer angeschlossen: rund 700 Mitarbeiter des Landkreises, 200 Benutzer auf kommunaler Ebene (Gemeinden und Zweckverbände),noch mal 200  Gemeindevertreter und Bürgermeister, 280 Projektteilnehmer am Breitbandausbau, private Nutzer, sowie ca. 50 Mitarbeiter von Landesbehörden.  Aber auch im Büro der Landrätin soll im Pilotprojekt „DMS-Schulungen“ das digitale Angebot für die ca. 360  Nutzer der elektronischen Akte bereitgestellt werden.
Hier laufen mittlerweile die meisten IT-Prozesse des Landkreises zusammen – nun auch beim Thema Lernen.

Pilotprojekt eLearning

Um den stetig wachsenden Aufwand zur Schulung all dieser Nutzer zu reduzieren, arbeitet die Kreisverwaltung seit 2019 an dem Pilotprojekt „Digitales Lernen in der Verwaltung“.
Der Vorteil: Einmal geschaffene Inhalte sind dauerhaft abrufbar. Und zwar zeitlich unabhängig von Terminen und Schulungsräumen, in der immer gleichen Qualität, im Büro und auch aus dem Home-Office.
Der Landkreis hat dazu ein eigenes Lern-Management-System aufgebaut und zunächst zwei umfangreiche Lernangebote erstellt: Eine Einweisung in den Umgang mit der elektronischen Akte (DMS d.3) und in der Geodatenanwendung mit der angeschlossenen Liegenschafts- und Katasterdatenbank ALKIS .

„Für uns sind allein diese beiden Online-Schulungen personell schon eine große Entlastung und ein weiterer Baustein zur digitalen Verwaltung“, so Projektmanager Johannes Nowack vom Geodateninformationszentrum des Landkreises: „In Zukunft sollen weitere Kurse hinzukommen. Diese erstellen wir direkt bei uns im Haus, so dass sie auf unsere eigenen Verwaltungsabläufe optimiert sind. Aber auch für die Einführung der neuen MS-Office-Version Ende des Jahres wollen wir bereits auf eLearning setzen.
Hinzu kommen die überschaubaren Kosten, die auch bei höherer Nutzerzahl weitgehend konstant bleiben. Bei persönlichen Schulungen durch externe Dienstleister fallen diese nach Anzahl der Schulungsstunden an. Dies kann die Einführung einer neuen Software gerade bei vielen Benutzern extrem verteuern.

Das eLearning-System soll nach der Einführung bald allen Nutzern zur Verfügung stehen und nach Möglichkeit auch für jährlich wiederkehrende Pflichtschulungen zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel Brandschutz und Arbeitsschutz.

Landrätin Kerstin Weiss freut sich über diesen weiteren Schritt zu einer modernen Verwaltung: „Digital arbeiten bedeutet auch für die Verwaltung lebenslanges Lernen, um mit den Innovationen der Technik Schritt zu halten und diese wirklich nutzen zu können. Da ist es nur logisch, auch bei der Weiterbildung digitale Wege einzuschlagen. Das ist nicht nur ein Schritt zu mehr Effizienz, sondern wird nach einer ersten Eingewöhnung auch vieles für die Mitarbeiter vereinfachen.“

© Christoph Wohlleben E-Mail

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