Breitbandversorgung

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat sich mit dem Breitbandförderprogramm zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen flächendeckend in Deutschland Gigabit-Netze zu schaffen.

Zweck der Förderung ist die Unterstützung eines effektiven und technologieneutralen Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland zur Erreichung eines nachhaltigen und hochleistungsfähigen Gigabit-Netzes in unterversorgten Gebieten, die derzeit nicht durch ein NGA-Netz versorgt sind und in denen in den kommenden Jahren von privaten Investoren kein NGA-Netz errichtet werden wird , sogenannte „weiße Flecken“.

  • Welche Gebiete sind förderfähig?

    Es kann nur in Gebieten gefördert werden, in denen nachweislich der privatwirtschaftliche Markt versagt. Zur Ermittlung der förderfähigen Gebiete hat der Landkreis das beihilfepflichtige Markterkundungsverfahren durchgeführt.

    Hierbei wurden die am Markt tätigen Telekommunikationsunternehmen befragt, in welchen Gebieten und mit welcher Bandbreite sie bereits ausgebaut haben bzw. in den kommenden Jahren ausbauen werden. Die gemeldeten Gebiete wurden adressgenau von den amtlich bekannten Daten abgezogen.

    Zudem wurde die Bestandsversorgung auf der Datengrundlage des Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur berücksichtigt, sodass im Ergebnis nur die förderfähigen Gebiete, die sogenannten „weißen Flecken“ dargestellt werden.

    Dies sind diejenigen Gebiete, in denen Haushalte gegenwärtig keine Übertragungsraten von 30 Mbit/s im Download gewährleistet sind und in absehbarer Zeit auch nicht gewährleistet sein werden.

  • Wann beginnt der Ausbau in meiner Straße?

    „Wo und wie werden rund 2.000 Kilometer Leitungstrassen verlegt, welche Baugenehmigungen müssen eingeholt werden?“ Aktuell beschäftigen sich die WEMACOM und der Landkreis mit der sogenannten Feinplanung, die u.a. auch Fragegestellungen wie die eben zitierte beinhalten. Die Ausbautermine werden, sobald sie feststehen, öffentlich bekanntgegeben. Bis dahin bitten wir Sie um Ihre Geduld.

    Über den Verfügbarkeitsrechner der WEMAG können Sie prüfen, ob der geförderte Breitbandausbau auch in Ihrem Ort geplant ist.

  • Welche Perspektive haben Gebiete ohne Förderung?

    Unbefriedigend ist die Situation überall dort, wo bisher keine Versorgung mit mindestens 30 Mbit besteht und im Rahmen der Markterkundung ein Ausbau zwar angekündigt – jedoch bislang nicht umgesetzt wurde. Diese Gebiete haben keine Versorgung mit mindestens 30 Mbit, liegen aber trotzdem außerhalb der Gebiete des geförderten Glasfaserausbaus.

    Ob überhaupt, mit welcher Technologie, wann und durch wen hier ein Ausbau erfolgen wird, kann durch den Landkreis leider nicht beeinflusst werden. Die Information, welches Telekommunikationsunternehmen im Rahmen der Markterkundung Ausbauabsichten angegeben hat, durfte bislang aus Gründen des Datenschutzes nicht bekannt gegeben werden. Die Landrätin hat die Telekommunikationsunternehmen aufgefordert, ihre angekündigten Ausbauabsichten umzusetzen bzw. den Sachstand adressgenau mitzuteilen. Gleichzeitig wird geprüft, in wie weit die angegebenen Ausbauabsichten auch dann weiterhin dem Datenschutz unterliegen, wenn sie bisher nicht realisiert worden sind.

    Betroffenen Bürgern kann bislang leider nur geraten werden, sich mit ihrem Telekommunikationsunternehmen in Verbindung zu setzen um zu erfragen, wann dieses ausbauen wird. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden diese hier bekannt gegeben.

    Der Landkreis Nordwestmecklenburg beobachte die aktuelle Förderlandschaft. Mit dem jetzt anlaufenden Ausbau sind wir immer auf der Suche nach Möglichkeiten, dass weitere Haushalte an das Glasfasernetz angebunden werden können. Die Landrätin vertritt auch gegenüber dem Fördermittelgeber auf Bundesebene die Forderung, dass die Förderkulisse so ausgeweitet wird, dass der vollständige Glasfaserausbau des Landkreis Nordwestmecklenburg förderfähig wird. Bis dahin obliegt der privatwirtschaftliche Ausbau jedoch weiterhin alleine den Telekommunikationsunternehmen.

  • Mit welchen Kosten muss ich rechnen und was bedeutet das im Vergleich?

    Wenn in der Planungsphase in Verbindung mit dem Glasfaser-Hausanschluss ein Internet- oder Telefonvertrag mit der WEMAG abgeschlossen wird, dann sind sowohl die Errichtung des Glasfaser-Hausanschlusses als auch die Arbeiten auf den ersten 15 Metern eines Grundstücks kostenfrei.

    Das gilt auch für den eigentlichen Anschluss (Hausübergabepunkt) im Gebäude. Jeder weitere Meter kostet 50 Euro. Es sei denn, es werden Eigenleistungen erbracht. Dann reduziert sich der Preis auf zehn Euro. Die Tiefe des auszuhebenden Kabelschachts beträgt etwa 60 Zentimeter.

    Bei späterer Entscheidung ist der Glasfaser-Hausanschluss kostenpflichtig, weil damit eine nachträgliche Errichtung und ein zusätzlicher Aufwand verbunden sind.

    Wer in der Bauphase in Verbindung mit dem Glasfaser-Hausanschluss einen Internet- oder Telefonvertrag abschließt, zahlt dann 199 Euro und in der dauerhaften Betriebsphase 1.299 Euro.

    Voraussetzung ist, dass gleichzeitig ein Dienste-Vertrag über Internet oder Telefon bei der WEMAG oder bei einem anderen Anbieter abgeschlossen wird, der das geförderte Glasfasernetz nutzt. Sofern kein Dienste-Vertrag abgeschlossen wird, liegen die Kosten für den Hausanschluss darüber.

  • Open Access – offener und diskriminierungsfreier Netzzugang

    Die Glasfaserinfrastruktur ist diskriminierungsfrei zu errichten. Das heißt, dass jeder Anbieter, der seine Endkundenprodukte auf dem Netz anbieten möchte, dies auch tun kann, wenn er mit der WEMACOM Breitband GmbH die notwendigen vertraglichen und prozessualen Voraussetzungen dafür geschaffen hat.

    Der Fachbegriff dafür lautet "Open Access" und ist eine Bedingung bei staatlich geförderten Ausbauprojekten.

  • Wie ist das Netz für den Kunden nutzbar?

    Wir weisen daraufhin, dass zunächst der Ausbau und im zweiten Schritt der Hausanschluss realisiert werden müssen.

    Sobald bei Ihnen ausgebaut ist, können Sie den eingerichteten Glasfaser-Hausanschluss vollumfänglich nutzen, wenn Sie einen Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen geschlossen haben.

    Das kann – ist also nicht obligatorisch - die WEMAG sein, aber auch jedes andere Unternehmen, das die Leitungen der WEMACOM Breitband GmbH anmieten möchte.

  • Welche Infoveranstaltungen gibt es?

    Ja, in den kommenden Wochen und Monaten werden die Bürger der betroffenen Gemeinden postalisch und persönlich bei Informationsveranstaltungen informiert. Hier können bestehende Fragen beantwortet werden.

  • Zukunftsfähige Glasfaser

    Mit Glasfaser-Technologie lassen sich besonders große Datenmengen schnell übertragen. Glasfaser-Kabel gelten als die verfügbare Übertragungsmethode und bieten hervorragende Kapazitäten für zukünftige Herausforderungen. Im Glasfaser-Netz kommen haarfeine Glasfasern zum Einsatz, die Lichtstrahlen extrem schnell leiten.

    Dadurch sind besonders stabile und nahezu unbegrenzte Übertragungsraten möglich. Selbst bei der Überwindung langer Distanzen bleibt die Leistung konstant und die Anfälligkeit für Störungen sind minimal. Auch bei den Hausanschlüssen werden Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt.

    Diese Technologie heißt Fiber-To-The-Home (FTTH) und bietet optimale Qualität. Solche Glasfasernetze gelten trotz höherer Baukosten langfristig als die langlebigste, leistungsfähigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Netzausbaus.

  • Was passiert bei einem bestehenden Vertragsverhältnis mit einem anderen Anbieter?

    Sollten Sie einen Vertrag bei einem anderen Anbieter haben, können Sie dennoch einen Internet- oder Telefonvertrag bei der WEMAG bestellen.

    Der Internet- und Telefonvertrag kommt erst mit Freischaltung des Anschlusses zustande, sodass Ihnen bis dahin keine Kosten entstehen.

    Dieser kann maximal bis zu 12 Monate nach der Bereitstellung der Leistung liegen. Erst dann beziehen Sie das neue Glasfaser-Produkt und auch erst dann werden die Kosten für das Endkundenprodukt erhoben.

  • Wer fördert den Breitbandausbau?

    Förderung des Breitbandausbaus in Nordwestmecklenburg

  • Wer sind meine Ansprechpartner in den Ämtern?

    Amt Projektbeauftragung Telefon E-Mail
    Lützow-Lübstorf Maik Triebsch 038874 - 30255
    Rehna Wolfgang Reetz 038875 - 22056
    Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen Silke Plieth 03841 - 798203
    Insel Poel Ricarda Lehmann 038425 - 428117
    Amt Neuburg Birger Lange 038426 - 41030
    Neukloster-Warin Frank Meier 038422 - 44012
    Gadebusch-Land Matthias Jankowski 03886 - 212135
    Schönberger Land Folke Behrens 038828 - 330150
    Klützer Winkel Arne Longerich 038825 - 393300
    Grevesmühlen Land Lars Prahler 03881 - 723100

  • Unsere Zusammenarbeit mit der Wemacom

    Das Schweriner Unternehmen bietet im Rahmen des Breitbandausbaus ein Lösungsmodell für die zu versorgenden Gemeinden im Landkreis Nordwestmecklenburg an, welches der Zielsetzung gerecht wird, eine flächige Breitbandversorgung zu errichten und eine Teilnahme an der „Gigabit-Gesellschaft“ ermöglicht. 

    Die WEMACOM Breitband GmbH hat ihr Angebot gemeinsam mit der WEMAG AG und anderen Projektpartnern eingereicht und am 20.08.2018 vom Landkreis Nordwestmecklenburg den Zuschlag für den Breitbandausbau in 14 Gebieten erhalten. 

    Mehr Details zum Projekt

    Mehr Details zur Wemacom

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Vertragunterzeichnung © WEMAG AG

Ansprechpartner
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