Besuch der Ministerpräsidentin im Impfzentrum Wismar

Manuela Schwesig lobt Initiative des Landkreises

Am Samstag machte sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ein Bild vom Impfbetrieb in Wismar.


Am Samstag (10. April) besuchte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig das Impfzentrum des Landkreises Nordwestmecklenburg in Wismar. Gemeinsam mit Landrätin Kerstin Weiss ließ sich Manuela Schwesig während des regulären Impfbetriebs die Abläufe im größeren der beiden Impfzentren des Kreises zeigen.
Auf dem von Pressevertretern begleiteten Rundgang machte sich die Ministerpräsidentin ein Bild von dem Impfzentrum, das in einer derzeit nicht betriebenen geriatrischen Tagesklinik des Sana-Klinikums eingerichtet ist und beste Bedingungen bietet: Dank breiter Gänge und sehr geeigneter Räumlichkeiten kann hier unter Einhaltung aller Hygienevorschriften auf fünf Impfstrecken parallel geimpft werden. 480 Dosen BioNTech wurden hier am Freitag verimpft.
Beim Rundgang bedankte sich Ministerpräsidentin Schwesig auch noch einmal ausdrücklich bei den anwesenden Vertretern der Bundeswehr für ihren verlässlichen Einsatz. „Nicht nur in Nordwestmecklenburg, sondern landesweit an vielen Orten sind die Bundeswehrsoldaten eine unverzichtbare Hilfe bei der Bewältigung der Pandemie. In den Impfzentren, den Testzentren und in anderen Einrichtungen.“

Dabei wechselten Ministerpräsidentin und Landrätin auch ein paar Worte mit Kurt Weitz, Jahrgang 1944, der gerade seine Impfung erhielt. Er berichtete davon, dass er seinen Termin unkompliziert und schnell erhalten hatte, nachdem er an der Anmeldehotline durchgekommen war.
Geimpft wurde er von Dr. Hadi Al Kafri. Der Arzt kam vor drei Jahren aus Syrien nach Deutschland und ist von Anfang an beim Impfen dabei, erst in Lübeck, jetzt in Wismar. „Trotz der vielen schlechten Berichterstattung merke ich nicht viel Verunsicherung bei den Menschen.“, berichtet er: „Die meisten sind sehr glücklich über ihre Impfung und sehen alles sehr vernünftig.“

Hauptthema des Besuchs waren aber die Impfaktionen des Landkreises: Nachdem die Landesregierung die Landkreise dazu aufgerufen hatte, überschüssige AstraZeneca-Impfdosen, die durch das Hin und Her mit dem Impfstoff in den vergangenen Wochen entstanden waren, möglichst schnell zu verimpfen, handelte Nordwestmecklenburg als einer der ersten Landkreise und bot am Ostermontag im Impfzentrum Wismar Impfungen ohne vorherige Terminanmeldung an für Personen über 60 Jahre mit Wohnsitz im Landkreis.

„Als wir den ersten Aufruf zum freien Impfen gemacht haben, wussten wir nicht, wie viele Menschen das wahrnehmen. Am Ende war die Nachfrage viel größer als erwartet und es bildete sich eine lange Schlange. Obwohl wir den Leuten gesagt haben, dass die Aktion wiederholt wird, haben sie geduldig und trotz widrigster Wetterbedingungen ausgeharrt, so dass wir am Ostermontag 900 Personen impfen konnten.“, erzählt Landrätin Kerstin Weiss: “Am Freitag in Grevesmühlen kamen noch einmal rund 250 hinzu und am 17.4. wird die nächste Aktion von 8-18 Uhr in beiden Impfzentren stattfinden.
Ich freue mich über die hohe Impfbereitschaft der Menschen und auch heute haben wir hier viele glückliche Gesichter gesehen.“

„Ich finde es gut, dass Nordwestmecklenburg sich etwas getraut hat und auch mit unkonventionellen Mitteln voran gegangen ist.“, lobte Schwesig die Initiative und betonte auch, dass dies nicht zum ersten Mal der Fall war, denn schließlich sei NWM auch der Landkreis gewesen, der als erstes Hausärzte als Außenstellen in den Betrieb der Impfzentren mit eingebunden hatte, um eine bessere Abdeckung in der Fläche zu erreichen. Nun läuft das größer angelegte Projekt für Impfungen bei Hausärzten in MV an, wofür Nordwestmecklenburg damit auch Vorreiter war.

Aber auch über die Zukunft des Impfens wurde gesprochen, denn im Mai und im Juni sollen die gelieferten Impfstoffmengen endlich weiter ansteigen.
Um dann noch schneller zu werden, verhandelt die Ministerpräsidentin bereits mit dem Bundesverteidigungsministerium über den eventuellen Einsatz mobiler Impfteams der Bundeswehr.
Aber auch in Nordwestmecklenburg werden bereits erste Ideen entwickelt, mit mobilen Angeboten das Impfen noch mehr in Fläche zu bringen. Bis dahin soll aber auch der Betrieb den Impfzentren weiterlaufen und so viel Impfstoff unter die Menschen bringen, wie vorhanden ist.