Erneuerbare Energien

Regenerative und nachwachsende Energieträger im Landkreis NWM

Unser bekanntes Energiesystem basiert bislang auf fossile Rohstoffe, welche in großen Kraftwerken zu Strom und Wärme oder zu Kraftstoffen umgewandelt werden. Kraftwerke wurden entweder am Ort der größten Energieabnahme (z.B. Industriestandorte) oder an Transport-Wegen (Gasleitung oder Häfen) erbaut.

Die fossilen Energieträger Öl, Kohle und Gas haben zwei Nachteile: Sie sind nicht unendlich verfügbar (KOSTEN) und ihre Verbrennung erzeugt klimaschädliche Emissionen (UMWELT). Zudem verteilen sich die wichtigsten Lagerstätten fossiler Energieträger auf wenige Regionen der Erde, wodurch zukünftige internationale Energiekonflikte absehbar sind (SICHERHEIT).

Energieausgaben DeutschlandEnergieausgaben Deutschland

Erneuerbare Energien bezeichnen Energien aus nachhaltigen und dauerhaft verfügbaren Quellen, wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme.

Darüber hinaus können erneuerbare Energien um dezentral bzw. heimisch erzeugt werden. Das bedeutet, deren Nutzung in Form von Strom, Wärme oder Kraftstoff kann vor Ort erfolgen und damit deren Wertschöpfung in der Region bleiben (Online-Rechner). Hierdurch werden lokale Wirtschaftskreisläufe geschaffen und die regionalen Arbeitsmarktsituationen verbessert.

Stoffstrom WertschöpfungStoffstrom Wertschöpfung

Welche Anforderungen haben Anlagen von Erneuerbaren Energien (z.B. Netzzugang, aber auch Lärm), welche Bedingungen sind bei der Planung zu beachten (z.B. Kriterien bei der Raumplanung, um die Auswirkungen auf die Landschaft und andere Anforderungen an die Nutzung unser Region; z.B. als Lebensraum und für den Tourismus abzuwägen) und welche Modelle können für Bewohner und Kommunen die Teilhabe sichern (z.B. niedriger Strompreis in der Nähe der Standorte oder Beteiligung am Gewinn)? Diese Fragen werden als eine Aufgabe der Regionalplanung in Zusammenarbeit mit Partnern in EU-, Bundes- und Landesprojekten bearbeitet, um die Energiewende aktiv begleiten und Kommunen, Wirtschaft und Bewohner beraten zu können. Eine Übersicht über einzelne Projekte finden Sie hier.

Chancen der erneurbaren EnergienChancen der erneurbaren Energien

Da Erneuerbare Energien quasi überall nutzbar sind, wo die Sonne scheint oder der Wind weht, und Anlagen zur Produktion sowohl für Stadtwerke, Klein- und Mittelständler und sogar für Privat-Personen bezahlbar sind, ist ein Umbau unseres zentralen Energiesystem möglich, allgemein bekannt als Energiewende. Mit dem EEG (Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien) wurde die gesetzliche Grundlage geschaffen, indem den Erneuerbaren Energien ein Einspeisevorang und eine garantierte Vergütung gewährleistet werden. Mit dem Erfolg dieses Getzes verbunden sind die Auswirkungen auf den ländlichen Raum als Anlagenstandort und die Möglichkeiten der Teilhabe von Bewohnern und Kommunen.

Um die Ziele im energiepolitschen Dreieck (siehe nebenstehende Abbildung und Erläuterung) erreichen zu können, bzw. die Erfüllung der Aufgaben auf dem Weg dahin (auch als "Energiewende" in Deutschland bezeichnet) zu überprüfen, dienen Zahlen zur Verbrauch und Erzeugung von Energie, aber auch Konzepte und Ideen zur Umsetzung und Potenzialnutzung von Erneuerbaren Energien.

In der Stabsstelle werden diese Informationen die Nordwestmecklenburg betreffen gesammelt, aufbereitet, für die Nutzung in Konzepten weiterentwickelt und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:

  • Wo kann man Energie erzeugen? Analysedaten des Potenzials für Energieerzeugung in Nordwestmecklenburg
  • Wo stehen Anlagen, welcher Typ und Leistung? Anhand von Genehmigungen erzeugte Geodaten zum Aufbau eines  Katasters der bestehenden Anlagen zur Ernergieerzeugung in Nordwestmecklenburg
  • Wo wird Energie benötigt? Wie kommt der Strom von Erzeugung zur Nutzung (Netz, Speicher)?  Konzepte  und  Planungen  im Energiebereich Nordwestmecklenburg, Abgleich mit Strategien (EU, Bund, Land), wie 100%-Region
Energiepolitisches DreieckEnergiepolitisches Dreieck

Projekte zum Thema "Erneuerbare Energien" im Landkreis Nordwestmecklenburg

Entsprechend der Strategie im Handlungsfeld Erneuerbare Energie wurden/werden im Landkreis Nordwestmecklenburg verschiedene Projekte bearbeitet.

  • Projekte im Handlungsfeld Erneuerbare Energie
  • eEnergieService
  • EU-Projekt RES-Chains
  • Regionales Energiekonzept Westmecklenburg
  • EU-Projekt Bioenergy Promotion
  • BMU-Klimaschutzinitative Klimaschutz-Teilkonzept für die Liegenschaften des Landkreises Nordwestmecklenburg
EU FondsEU Fonds
  • Durch das BMU-Projekt des Regionalen Planungsverbandes wurde im Energiekonzept Westmecklenburg gemeindescharf eine Potenzialerfassung für Erneuerbare Energien in den Jahren 2012/13 erarbeitet. Weiterführendes Ziel: Diese Daten müssen in das KGIS integriert werden, um für größere Vorhaben auch gemeindeübergreifende Aussagen tätigen zu können.  

  • Durch das EU-Interreg-IV-A-Projekt RES-Chains wurde im 2013 in einer Potenzial- und Anwendbarkeitsanalyse auf bestehende Potenzialanalysen zurückgegriffen und statt eines theoretischen Potenzials die wirtschaftliche Nutzung (inkl. Netz & Verbrauch) betrachtet und dem Projekt entsprechend eine Aussage zur Kombination von verschiedenen EE-Arten gegeben und regionale Vorschläge für bestimmte Kombinationen entwickelt. Da die wirtschaftliche Nutzung eine Projektion in die Zukunft ist, sollten mehrere Szenarien betrachtet werden. Die Analyse zur Anwendbarkeit geht auf technische und rechtliche Rahmenbedingungen ein .

  • Durch das MV-Projekt „eEnergieservicesMV" wurden ab Sommer 2013 verschiedenste Datenquellen zu Erneuerbaren Energien zur Darstellung in einem kartografischen Informationssystem (z.B. im Geoportal des Landkreises) analysiert, die Anforderungen an die Aufnahme/Pflege der Daten definiert. Momtan wird das Konzept zur Verwendung dieser vorhanden Daten (wie Analysen oder Statistiken, auch anderer Eigentümer z.B. der Landesämter) in einem Pilotvorhaben umgesetzt.
  • Landesinitiative „(Bio)Energiedörfer MV" vom Energieministerium und ANE (Akademie für nachhaltige Entwicklung)
  • Beteiligung bei Einwohnerversammlungen/Gemeindevertretersitzungen
  • Organisation der Treffen zum Erfahrungsaustausch der Beschlussgemeinden in NWM
  • Integrierte Klimaschutz(teil)konzepte bei kleinen Gemeinden (< 5.000 EW)
  • Teilkonzepte, z.B. Umbau LED-Leuchten
  • Klimaschutzkonzepte, z.B. Boltenhagen
  • Modell zur Planung und Umsetzung Kombination von Energiearten (Stichwort "Kombikraftwerk")
  • sinnvolle Verknüpfung der Erneuerbare-Energie-Träger mit regionaler Nutzung (Sektoren Wärme & Mobilität!)

Kontakt zu Investoren: Information zum Stand innerhalb des Landkreises und ggf. Weitervermittlung von Behören/Experten