• Fahrgastbeförderung

    Eine zusätzliche Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist für eine Personenbeförderung (außer Beförderung mit Kraftomnibussen) erforderlich, wenn

    • ein Krankenkraftwagen geführt wird
    • ein Kraftfahrzeug geführt wird, mit dem Fahrgäste befördert werden und für diese Beförderung eine Genehmigung nach Personenbeförderungsgesetz erforderlich ist
    • in einem Fahrzeug entgeltlich oder geschäftsmäßig Fahrgäste befördert werden.


    Die Berechtigung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung kann sich lediglich auf das Führen folgender Nutzungsarten beziehen:

    • Taxi
    • Mietwagen
    • Krankenkraftwagen
    • Personenkraftwagen im Linienverkehr oder bei gewerbsmäßigen Ausflugsfahrten oder Ferienzielreisen


    Bei Antragstellung ist unbedingt die beabsichtigte Nutzungsart anzugeben, da ein Antrag zur Erteilung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ohne Benennung dieser Nutzungsart nicht aufgenommen werden kann. Erkundigen Sie sich deshalb vor Antragstellung genau über die Nutzungsart der gewünschten Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung!

    Eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist dagegen nicht erforderlich für:

    • Krankenkraftwagen der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes, der Polizei sowie für Truppen und zivilen Gefolges anderen Vertragsstaaten der NATO
    • Krankenkraftwagen des Katastrophenschutzes, wenn sie für diesen Zweck verwendet werden
    • Krankenkraftwagen der Feuerwehren und der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste
    • Kraftfahrzeuge mit Ausnahme von Taxen oder Mietwagen, wenn der Kraftfahrzeugführer im Besitz der Klasse D oder D1 ist
    • Beförderungen, die in der Freistellungsverordnung aufgeführt werden


    Für die Erteilung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung gelten zunächst folgende allgemeine Voraussetzungen:

    • Mindestalter: 21 Jahre (bei Krankenkraftwagen 19 Jahre)
    • Besitz einer EU- / EWR-Fahrerlaubnis der Fahrerlaubnisklasse B oder einer entsprechenden Fahrerlaubnis aus einem in Anlage 11 der Fahrerlaubnisverordnung aufgeführten Staat für mindestens zwei Jahre innerhalb der letzten fünf Jahre, bei Krankenkraftwagen mind. ein Jahr innerhalb der letzten fünf Jahre
    • allenfalls geringfügige strafrechtliche bzw. verkehrsrechtliche Vorbelastungen


    Für die persönliche Antragstellung benötigen wir folgende Unterlagen:

    • gültiger Personalausweis oder der gültige Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
    • EU- oder EWR-Führerschein - falls noch nicht vorhanden siehe Umtausch eines alten Führerscheins auf den EU-Kartenführerschein
    • aktuelles Führungszeugnis - zu beantragen bei Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt
    • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung über das Sehvermögen  gemäß Anlage 6 Nr. 2.1 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) - z.B. Augenarzt, Arzt mit der Bezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder „Betriebsmedizin“
    • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung gemäß Anlage 5 Nr. 1 der FeV 
    • Zusatzgutachten über die psychische Leistungsfähigkeit (betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung nach Anlage 5 Nr. 2 FeV
    • bei Taxi ist zusätzlich eine Ortskenntnisprüfung für das Gebiet erforderlich, in dem Beförderungspflicht besteht (erfolgt für das Gebiet des Landkreises Nordwestmecklenburg nach Terminabsprache)
    • bei Mietwagen oder Krankenkraftwagen zusätzlich eine Ortskenntnisprüfung für den Ort des Betriebssitzes, wenn dieser 50.000 oder mehr Einwohner hat
    • bei Krankenkraftwagen zusätzlich einen Nachweis über die Teilnahme an einer Ausbildung in „Erster Hilfe“


    Die Beibringung eines Gutachtens einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (medizinisch-psychologisches Gutachten) kann zur Klärung von Eignungszweifeln angeordnet werden, wenn die besondere Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen zu überprüfen ist.

    Eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung wird für die Dauer von fünf Jahren erteilt.

    Verlängerung

    Die Verlängerung Ihrer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung sollte etwa vier Wochen vor Ablauf der Gültigkeit beantragt werden.

    Für die persönliche Antragstellung benötigen wir folgende Unterlagen:

    • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
    • EU-Führerschein
    • aktuelles Führungszeugnis - zu beantragen bei Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt
    • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung über das Sehvermögen gemäß Anlage 6 Nr. 2.1 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) - z.B. Augenarzt, Arzt mit der Bezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder „Betriebsmedizin“
    • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung gemäß Anlage 5 Nr. 1 der FeV 


    Für die Verlängerung Ihrer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung über das 60. Lebensjahr hinaus bzw. ab dem 60. Lebensjahr ist zusätzlich ein Gutachten über die psychische Leistungsfähigkeit (betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung nach Anlage 5 Nr. 2 FeV) erforderlich.

    Die Beibringung eines Gutachtens einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (medizinisch-psychologisches Gutachten) kann zur Klärung von Eignungszweifeln angeordnet werden, wenn die besondere Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen zu überprüfen ist.

    Die entsprechende Fahrerlaubnis wird dann auf Antrag für längstens fünf Jahre verlängert.

    Verwaltungsgebühren   

    • 42,60 € für die Erteilung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung
    • 38,00 € für die Verlängerung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung
    • 50,00 € für die Ortskundeprüfung  

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