Zur Veranschaulichung ein Gedankenexperiment

Eine Menge Luft und Kohlendioxid [(c): LK NWM]
Eine Menge Luft und Kohlendioxid [(c): LK NWM]

Wie viel Kohlendioxid ist in der Luft?

Wenn man heute ins Auto steigt und ein 1 Minute rumfährt, dann könnte man vermutlich die Auto-Abgase noch in eine große Mülltüte packen (ca. 1,5 m³). Wenn man sich dann die Menge Luft auf der Erde (Erdoberfläche ist 510.072.000 km² * 100 km Höhe = 51.007.200.000 km³ also 51 Milliarden km³) vorstellt, dann fällt das bisschen (1,5 m³ = 0,0000000015 km³) aus der Mülltüte gar nicht auf. Manche fahren aber länger als eine Minute, manchmal sogar stundenland, zum Beispiel in den Urlaub!

Entscheidend ist auch die Zusammensetzung dieser Auto-Abgase (und der anderen über eine Milliarde Autos auf der Welt).
Es kommen die verschiedensten Verbrennungsgase in verschieden hoher Konzentration vor. In der Debatte um die Treibhausgase, also der Gase die dafür sorgen, dass mehr Sonnenlicht (und damit Wärme) in der Atmosphäre gehalten wird, ist das Kohlendioxid ein wichtiges Gas. Es entsteht bei Verbrennungen ist aber mit nur 0,04% in der Atmosphäre vertreten. Bei den Abgasen aus einem normalen Auto sind es aber schon 14 %! Und jede Minute kommen weitere Tüten mit der 350%-fachen Konzentration dazu.

Und nicht nur Autos produzieren CO2, auch unsere Öl- und Gasheizungen, unsere Kraftwerke und die Industrie ... Und jedes mal kommt eine höhere CO2-Konzentration aus den Schornsteinen. Aber im Gegensatz zu der Verbrennung von Holz, dessen CO2 der Baum vorher im Laufe des Lebens aufgenommen hat (ein Null-Summen-Spiel also), wird bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern Kohlendioxid frei, welches über Jahrhunderte der Atmosphäre entzogen wurde und seit 200 Millionen nicht mehr an der Luft war, sondern gut verschlossen im Erdinneren lagerte.

Wie geht es "Klimafreundlicher"?

Klimaschutz ist zuerst Naturschutz. Um die Treibhausgase, wie Kohlendioxid und Methan zu reduzieren, sind Wälder und Moore geeignet. Sie binden die Treibhausgase und diese sind damit nicht mehr in Atmosphäre schädlich wirksam. Ein sorgsamer Umgang mit unseren Wäldern und Mooren hilft also schon etwas. Wenn Sie selber etwas mehr tun möchten und sich beim Klimaschutz beteiligen möchten, können Sie in Mecklenburg-Vorpommern in Moorfutures investieren.

Zudem muss der Eintrag von Treibhausgasen reduziert werden. Dies geht zum Einen über eine effizientere Nutzung von klimaschädichen Prozessen, welche zum Beispiel bei der Energiegewinnung &-nutzung verwendet werden. Zum Anderen müssen bestehende Prozesse so verändert oder neue entwickelt werden, damit keine klimaschädigen Gase mehr entweichen. Eine Möglichkeit ist dabei statt der Verbrennung von fossilen Energien der Umstieg auf Erneuerbare Energien.

Was Sie noch tun können, erfahren Sie im Baltic Climate Toolkit.

Zurück
Ansprechpartner
Mitarbeiter
Herr Boje
Regionalplaner
Raum
Dienstgebäude
Börzower Weg 3
Raum
Raum 2.421
Telefonnummer
Telefon
(03841) 3040 - 9810
Telefax
Telefax
(03841) 3040 - 89810