Die Wertstofftonne wird zur Verpackungstonne

Der Kreistag des Landkreises Nordwestmecklenburg hat in seiner Sitzung am 22. Februar 2018 die „Erste Satzung zur Änderung der Satzung über die Abfallentsorgung des Landkreises Nordwestmecklenburg“ beschlossen.

Das war erforderlich, weil die seit 2015 bestehende Kooperation zwischen dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises und dem Systembetreiber für die Verpackungsentsorgung – Interseroh Dienstleistungs GmbH – zum Ende 2017 ausgelaufen war. Dies hat Auswirkungen auf die Nutzung der 2015 eingeführten Wertstofftonne. In diese dürfen jetzt wieder nur Verkaufsverpackungen eingefüllt werden. Das Einwerfen von stoffgleichen Nichtverpackungen, wie z. B. Kunststoffspielzeug, Töpfe, Pfannen, Alufolien etc. in die Gelbe Tonne (Tonne mit gelbem Deckel) ist nicht mehr zulässig. Diese Dinge müssen künftig wieder über den Restabfallbehälter oder in Abhängigkeit von der Größe über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden. Die auf den Gelben Tonnen angebrachten Aufkleber sind hinsichtlich der „anderen Gegenstände aus Kunststoff, Verbundstoff und Metall“ nicht mehr korrekt.

Zu einer Fortsetzung der Kooperation ist es bisher nicht gekommen, weil Landkreis und Systembetreiber sich bislang nicht über die durch den Landkreis zu zahlende Vergütung für die Mitbenutzung der Gelben Tonne einigen konnten. Aus Sicht des Landkreises sind die finanziellen Forderungen des Systembetreibers überhöht. Diese Forderungen hätten durch die Bürger über die Abfallgebühren getragen werden müssen.

Die Verhandlungen zwischen dem Landkreis und dem Systembetreiber Interseroh laufen weiter. Der Landkreis ist bemüht, die Mitbenutzung der zweifelsfrei sehr gut angenommenen Wertstofftonne bald wieder anbieten zu können.

Fehlbefüllte Tonnen mit gelbem Deckel (gelbe Tonnen) werden gegebenenfalls nicht entleert.

 

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