13 Tiere verendet: Geflügelpest in Warin festgestellt
Tötung bereits erfolgt – Aufhebung der Überwachungszone Schönberg, Ortsteil Retelsdorf
In einer Hobbygeflügelhaltung in Warin ist ein Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt worden.
In einer Hobbygeflügelhaltung in Warin ist am 6. Januar 2024 der Ausbruch der Geflügelpest (H5N1) amtlich festgestellt worden. Die tierschutzgerechte Tötung und unschädliche Beseitigung betroffener Tiere sind ebenso wie die Desinfektion bereits erfolgt.
Gleichzeitig wird mit dem heutigen Montag die Überwachungszone (zehn Kilometer Umkreis), die nach dem Geflügelpestausbruch in einer Geflügelhaltung in Retelsdorf festgelegt worden war, aufgehoben. Die zugehörige Allgemeinverfügung Nr. 1 – 2024 ist auf der Webseite des Landkreises unter Bekanntmachungen veröffentlicht. Sie erfolgt nach der Aufhebung der Schutzzone (drei Kilometer), vom 30. Dezember, da in den vergangenen 30 Tagen seit dem Ausbruch auch in der der Überwachungszone kein Geflügelpestausbruch beim Hausgeflügel festgestellt wurde.
Da der aktuell in Warin betroffene Betrieb sehr wenig Geflügel gehalten hat – 27 Hühner und fünf Enten – wurde von der Einrichtung einer Schutz- und Überwachungszone abgesehen.
Der neue Fall der Geflügelpest war aufgefallen, da innerhalb weniger Tage 13 Hühner verendeten. Daraufhin wurden Proben genommen und zur Untersuchung an das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock (LALLF) und an das Nationale Referenzlabor beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eingesandt.
Vom FLI wurde das Vorliegen des hochpathogenen Subtyps H5N1 des Aviären Influenzavirus bestätigt.
Die Haltung liegt in unmittelbarer Nähe zum Wariner See, so dass als Infektionsursache der direkte beziehungsweise indirekte Kontakt zu Wildvögeln vermutet wird. Im Landkreis Nordwestmecklenburg leben rund 158.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Kreisgröße von 2.118 Quadratkilometer. Die Kreisstadt ist die amtsfreie Hansestadt Wismar. Landrat des Landkreises ist Tino Schomann. Zum Kreis gehören 83 Gemeinden sowie die amtsfreie Stadt in Verwaltungsgemeinschaft Grevesmühlen, sieben amtsangehörige Städte (Dassow, Klütz, Neukloster, Rehna, Warin, Gadebusch, Schönberg) und die amtsfreie Gemeinde Ostseebad Insel Poel.
Aufgrund der derzeitigen Geflügelpest-Seuchenlage, hat die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung des Virus, insbesondere die Verhinderung des Kontaktes zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel, weiterhin oberste Priorität.
Wenn aufgrund der örtlichen Gegebenheiten zum Beispiel Hofteich, unmittelbarer Zugang zu einem Gewässer, Wildvogeleinflug oder Wildvogelansammlungen in unmittelbarer Nähe, keine sichere Barriere zwischen Wildvögeln – insbesondere Wildenten, Wildgänsen, Schwänen und aasfressenden Wildvögeln – und dem Hausgeflügelbestand herzustellen ist, müssen die Tiere in einem geschlossenen Stall oder in einer Wildvogel-sicheren Voliere gehalten werden.
Daneben haben sich Tierhalter an folgende Biosicherheitsmaßnahmen zu halten:
- Tränken Sie Ihr Geflügel nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben.
- Füttern Sie Ihr Geflügel nur an Stellen, die für Wildvögel unzugänglich sind.
- Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, für Wildvögel unzugänglich auf.
- Trennen Sie strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung, insbesondere das Schuhzeug.
- Lassen Sie plötzliche erhöhte Tierverluste tierärztlich abklären beziehungsweise informieren Sie uns.
Bei fachspezifischen Fragen stehen die Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung (03841- 3040 3901). In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar.
