Aujeszkysche Krankheit in NWM

Wildschwein überträgt das Virus auf einen Jagdhund

aujeszkysche krankheit

Die Infektion ist nicht auf Menschen übertragbar


Bei einem Jagdhund wurde in Nordwestmecklenburg die Aujeszkysche Krankheit, die auch als Pseudowut bekannt ist, nachgewiesen. Der Jagdhund musste daraufhin eingeschläfert werden. Das Tier war zuvor auf mehreren Drückjagden im Einsatz und hatte intensiven Kontakt zu Wildschweinen, von denen das Virus übertragen wird. Die Infektion ist nicht auf Menschen übertragbar.

Bei der Aujeszkyschen Krankheit handelt es sich um eine Herpesvirusinfektion, deren Symptome der Tollwut sehr ähnlich sind. Eine Infektion beim Jagdhund endet immer tödlich, sie kann aber auch nicht von Jagdhund zu Jagdhund übertragen werden. Eine Infektion auf den Menschen ist ebenfalls nicht möglich.

Zur Einordnung erklärt Nordwestmecklenburgs Amtstierarzt Dr. Philipp Aldinger: „Infektionen von Jagdhunden sind vergleichsweise seltene Ereignisse, deren Risiko in der Drückjagdsaison allerdings steigt.“ In den zurückliegenden zehn Jahren gab es deutschlandweit circa 16 dokumentierte Fälle der Aujeszkyschen Krankheit bei Jagdhunden, davon im Jahr 2015 ein Fall in Nordwestmecklenburg und aktuell drei Fälle im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Hundebesitzer werden angehalten, kein rohes Wildschweinfleisch an ihre Vierbeiner zu verfüttern. Weil die Aujeszkysche Krankheit auch für Hausschweinbestände gefährlich ist, sollten Schweinehalter die geltenden Biosicherheitsregeln einhalten.

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