80 Jahre Kriegsende
Gedenkveranstaltung auf der Insel Poel
Landrat mahnt zu friedlichem Miteinander der Völker
80 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde heute, wie in jedem Jahr, auf der Insel Poel der abermillionen Menschen gedacht, die seinerzeit ihr Leben lassen mussten. Während der Gedenkveranstaltung am Ehrenmal „Am Schwarzen Busch“ mahnten die Poeler Bürgermeisterin Gabi Richter und Nordwestmecklenburgs Landrat Tino Schomann, das friedliche Miteinander der Völker zu würdigen.
„Bei uns herrscht Frieden. Und dafür können wir gar nicht genug dankbar sein. Das ist ein äußerst wertvolles Gut und kein Selbstverständnis, wie ein leidvoller Blick vor unsere Haustür auf den Krieg in der Ukraine zeigt“, sagte Tino Schomann.
Gast der Gedenkveranstaltung war auch der Filmemacher Karl-Hermann Leukert. In seinem Dokumentarfilm „Cap Arcona – Autopsie eines Verbrechens“ aus dem Jahr 2020 rekonstruierte der Regisseur den Stand der Erkenntnisse um den Untergang der „Cap Arcona“ und ihres Begleitschiffs „Thielbek“ am 3. Mai 1945. Mehr als 7000 unter Deck eingepferchte Häftlinge waren dabei ums Leben gekommen. 28 Leichen wurden auf der Insel Poel angespült und fanden dort ihre letzte Ruhestätte.
