NWM.mobil wird digital

Minister Pegel übergibt Förderbescheid an Landrat Tino Schomann

775.125 Euro europäische Fördermittel für einen moderner Nahverkehr


Mit einem Förderbescheid über 775.125 Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung unterstützen die EU und das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes MV das Projekt „NWM.mobil“ des Landkreises Nordwestmecklenburg und des kreiseigenen Unternehmens NAHBUS.
Am Dienstag (10.8.) übergab Landesverkehrsminister Christian Pegel den Förderbescheid im Beisein von Kreistagspräsident Thomas Grote und NAHBUS-Geschäftsführer Jörg Lettau auf dem Betriebsgelände von NAHBUS in Grevesmühlen an Landrat Tino Schomann.
„Damit ist ein weiterer Schritt zu einem der Ziele getan, die ich mir auch im Wahlkampf auf die Fahnen geschrieben hatte: Den Nahverkehr im Landkreis vor allem im ländlichen Raum näher an die Menschen zu bringen und greifbarer zu machen.“, so Schomann: „Wir schaffen die Grundlage, um moderne Kommunikationstechnik für unseren Nahverkehr zu nutzen und ihn so besser für die Fahrgäste, aber auch effizienter zu machen.“
„NWM.mobil“ setzt sich dabei ambitionierte Ziele in drei Kernbereichen, die bis 2023 entwickelt werden sollen:

Erstens der Aufbau einer digitalen Kundenverwaltung, die sowohl den Kunden Vorteile bringt als auch den Planern des Nahverkehrs.
Zweitens die Einführung des bargeldlosen Bezahlens im Bus und weiteren digitalen Bezahlsystemen.
Und Drittens die Einrichtung von „on demand“-Verkehren und Sharing-Angeboten.

All das soll auf einer digitalen Plattform vereint werden, die im nächsten Jahr entwickelt werden soll, schilderte der Nahverkehrsbeauftragte des Landkreises Tino Waldraff das Vorhaben:
„Wenn die Menschen dann endlich die NAHBUS-App auf dem Handy haben, soll sie ein möglichst umfangreiches Paket bieten - nicht nur Fahrpläne, sondern auch Bezahlfunktionen und eben auch die Möglichkeit, für die letzten Kilometer abseits der Taktlinien digital einen Fahrservice zu buchen.“, so Waldraff.
Damit werde der „Anrufbus“ dann auf die nächste Stufe gehoben, so Geschäftsführer Jörg Lettau. Gelöst werden soll das unter anderem über Fahrzeuge und Services vor Ort in den Dörfern ohne lange Anfahrtswege.
Auch Abo-Karten sollen künftig als digitale Fahrscheine ausgegeben werden: als Handyticket oder als Chipkarte im Schülerverkehr.
„Und das ist noch nicht der Ende der Innovation.“, kündigte Kreistagspräsident Thomas Grote im Gespräch mit Lettau an: „Bis wir soweit sind, haben wir bestimmt schon neue Ideen, um die digitalen Möglichkeiten noch besser zu nutzen.“
Minister Christian Pegel war den motivierten Vorhaben in NWM sichtlich angetan: „Wenn dann noch alles zu den Schnittstellen passt, die wir beim Land entwickeln, dann bin ich sehr zufrieden.“

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