Bundespräsident führt im Gedenken an die Toten der Pandemie

Am Sonntag ein Licht ins Fenster stellen.

Bundesrepublik gedenkt über 78.000 Pandemietoten


Am Sonntag, den 18. April, richtet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine zentrale Gedenkfeier  für die in der Corona-Pandemie Verstorbenen in Berlin aus.
Bundesweit sind bislang mehr als 78.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Covid19-Virus verstorben, in Mecklenburg-Vorpommern sind es derzeit über 900.
Gemeinsam mit den anderen Verfassungsorganen möchte der Bundespräsident damit ein Zeichen setzen, dass wir als Gesellschaft der Menschen gedenken, die in dieser Zeit gestorben sind. Das Gedenken ist auch den Hinterbliebenen gewidmet, die ihre Angehörigen beim Sterben nicht begleiten durften, und denen wichtige und trostspendende Rituale der Trauer nicht möglich waren.
Es soll ein Tag des Innehaltens sein, an dem auch des Leides der Hinterbliebenen gedacht werden soll.
Vor dem Hintergrund der pandemischen Lage findet das Gedenken in Berlin in kleinster Zusammensetzung und unter strengen Schutzauflagen statt. Neben fünf Hinterbliebenen werden auch die Spitzen der fünf Verfassungsorgane und ein Vertreter des Diplomatischen Korps teilnehmen.
Auch der Landkreis Nordwestmecklenburg verzichtet auf eine große Gedenkfeier, folgt jedoch dem Aufruf des Bundespräsidenten zum stillen Gedenken. Landrätin Kerstin Weiss ordnete für den kommenden Sonntag Trauerbeflaggung an den Verwaltungsgebäuden in Wismar und Grevesmühlen an, wie es auch die Kreisstadt Wismar und die Stadt Grevesmühlen für ihre Rathäuser und die Landesregierung getan haben.

„Bei den vielen Entscheidungen, Entwicklungen und Einschränkungen, mit denen die Pandemie uns alle seit mehr als 13 Monaten konfrontiert, dürfen wir auf keinen Fall das Leid derer aus den Augen verlieren, die von der Pandemie am härtesten getroffen wurden: . Die Verstorbenen, diejenigen die mit dem Tod gerungen haben und diejenigen, die um Angehörige, Verwandte und Freunde getrauert haben oder  trauern. Mehr als 60 Menschen sind bislang in Nordwestmecklenburg im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben. Wir sollten diesen Sonntag nutzen, um an sie zu erinnern und denen, die um sie trauern, Mut zuzusprechen. Und um Kraft zu schöpfen, für den Weg, der noch vor uns liegt. Dieser wird nicht einfach, aber es geht darum, kein weiteres Menschenleben zu verlieren.
Ich werde am Sonntag um 20 Uhr als Ausdruck des Gedenkens ein Licht in mein Fenster stellen und rufe alle Bürgerinnen und Bürger von Nordwestmecklenburg auf, das Gleiche zu tun.“