Landkreis warnt vor gefährlichen Tiererkrankungen

Maul- und Klauenseuche / Blauzungenkrankheit

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Landrat warnt vor dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche und ruft Tierhalter auf, Tiere vorsorglich zu impfen. 


Vor gleich zwei schwerwiegenden Tiererkrankungen warnt der Landkreis Nordwestmecklenburg. Einerseits mahnt der Landrat erneut vor dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche, andererseits werden Tierhalter aufgefordert, ihre Milchvieh- und Schafbestände vorsorglich gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen.

Weitere Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche

Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Ungarn wurden nun auch in drei großen Rinderbeständen in der Slowakei Infektionen mit dem MKS-Virus nachgewiesen. Nach Angaben des Veterinäramts wird MKS über weite Entfernungen von Menschen übertragen, wenn Mitbringsel wie Fleisch- und Milchprodukte aus den betroffenen Regionen zu den Tieren gelangen.

„Deshalb müssen alle Klauentierhalter, aber auch reine Landwirtschaftsbetriebe, die Personal aus diesen Regionen beschäftigen, die Biosicherheitsmaßnahmen für sich bewerten und die Mitarbeiter entsprechend sensibilisieren“, sagt Landrat Tino Schomann.

Im Landkreis Nordwestmecklenburg halten circa 1.400 Klauentierhalter rund 100.000 Schweine und 40.000 Rinder sowie 20.000 Schafe und Ziegen. Die MKS ist eine hochansteckende, akut verlaufende, fieberhafte Viruserkrankung und gehört zu den anzeige- und bekämpfungspflichtigen Tierseuchen. Sie kann alle Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Rot-, Reh- und Damwild befallen. Für den Menschen stellt die MKS keine gesundheitliche Gefahr dar.

Aufruf zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Darüber hinaus ruft der Landkreis vor Beginn der Mückensaison Tierhalter dazu auf, ihre Milchvieh- und Schafbestände vorsorglich gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. „Im vergangenen Jahr wurde deutlich, dass die gesundheitlichen Probleme und die Tierverluste in den geimpften Beständen wesentlich geringer waren als in den ungeimpften Beständen“, erklärt Amtstierarzt Dr. Philipp Aldinger. Im Jahr 2024 hatte es im Nordwestkreis 44 Nachweise der Blauzungenkrankheit gegeben.

Um Verluste zu vermeiden, sei die freiwillige Impfung der Tierbestände eine wichtige und kluge Maßnahme. Die Impfung sollte vor der kommenden Mückensaison, also vor dem Mai, abgeschlossen sein. Nähere Informationen zur Impfung erhalten die Tierhalter über die bestandsbetreuenden Tierarztpraxen. Die Tierseuchenkasse von Mecklenburg-Vorpommern unterstützt diese Impfung durch Zahlung einer Beihilfe.

Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte Krankheit bei Rindern, Schafen und Ziegen. Krankheitssymptome sind nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter anderem Hautveränderungen im Maulbereich sowie der Rückgang der Milchleistung. Das Virus wird über Mücken übertragen. Daher tritt die Seuche saisonal gehäuft in der warmen Jahreszeit auf. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen ungefährlich.

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