Neue Hallen, neue Fahrzeuge, neue Zusammenarbeit
Wiederaufgebauter Garagenkomplex in Warin
Der Fachdienst Bevölkerungsschutz und der Kreisfeuerwehrverband blickten gut gerüstet in die Zukunft.
Keine drei Jahre nach dem verheerenden Garagenbrand der Kreisfeuerwehrzentrale in Warin ist die Wiederbeschaffung des verlorenen Materials zu 99 Prozent abgeschlossen und die Garagen wiederaufgebaut und nutzbar.
„Es ist gut, dass wir den Fuhrpark für den Fachdienst Bevölkerungsschutz und den Katastrophenschutz jetzt wieder komplett einsatzbereit haben“, sagt dazu Landrat Tino Schomann. Vier Fahrzeuge, darunter ein neuer Kommandowagen für den Fachdienst, ein Gerätewagen und ein Gruppenfahrzeug für den Betreuungszug des Landkreises stehen jetzt bereit. Daneben wurden auch ein Wechselladerfahrzeug und ein neuer Kommandowagen für den Kreiswehrführer angeschafft. „Besonders in den Zeiten, in denen die Bedeutung des Katastrophenschutzes stetig wächst, ist dies ein gutes Zeichen für dessen Zukunft in unserem Landkreis“, so Schomann. Allein für die verbrannten Fahrzeuge und Geräte sind rund 500.000 Euro Versicherungsgeld geflossen.
Ebenfalls der Gefahrenabwehr dient die durch den Fachdienst Bevölkerungsschutz und den Kreisfeuerwehrverband initiierte Nutzung der Plattform „Red Farmer“. Dort können sich Freiwillige Feuerwehren und Landwirte eintragen, um im Brandfall besser verzahnt zusammenarbeiten zu können. „Die Landwirte haben Erfahrungen im Bewegen von schwerem Gerät und Wassermassen, beispielsweise in Tanks“, erklärt Kreiswehrführer Arne Borck. Landwirte können mit ihren Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen Unterstützung bei der Bereitstellung von Löschwasser leisten – gemeinsam alarmiert von der zuständigen Leitstelle oder Wehr. „Darum ist es uns sehr wichtig, dass sich möglichst viele Landwirte bei ‚Red Farmer‘ registrieren“, sagt Arne Borck. Aus dem Bereich seiner Wehr haben sich bereits mehrere Landwirte bei der Plattform gemeldet, um die Einsatzkräfte im Brandfall zu unterstützen. „Die Kameradinnen und Kameraden und die Landwirte arbeiten seit jeher Hand in Hand zur Brandbekämpfung“, lobt der Kreiswehrführer. „Die Onlineplattform wird diese Zusammenarbeit noch besser koordinieren können.“
„Red Farmer“ wurde durch einen Landwirt in der Südpfalz ins Leben gerufen und ist seit 2025 aufgrund seines bundesweiten Erfolgs in einen e.V. umgewandelt worden.
